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Die Eröffnung des nationalen Dialogs, der die Krise lösen soll Die Eröffnung des nationalen Dialogs, der die Krise lösen soll  (AFP or licensors)

Kamerun: Separatisten boykottieren nationalen Dialog

Ambazonische Separatisten haben den laufenden nationalen Dialog boykottiert, weil ihrer Auffassung nach ihre Bedingungen für den Dialog nicht erfüllt seien. Die Rebellen fordern die Abspaltung des englischsprachigen Gebietes Kameruns zur Gründung der „Republik Ambazonien“.

„Kein Ambazonier wird an Biyas Scharade teilnehmen“, sagte Cho Ayaba, Anführer des sogenannten ambazonischen Regierungsrates über den von Präsident Paul Biya einberufenen Friedensdialog. Nach Angaben der katholischen Nachrichtenagentur CISA forderte der Rat den Abzug der Armee aus den englischsprachigen Regionen im Süd- und Nordwesten, ein internationales Schiedsverfahren über die Krise und die Freilassung aller verhafteten Separatisten.

Die Rebellengruppen kündigten zudem an, sie würden Verhandlungen nur zustimmen, wenn sie in einem fremden Land mit Vermittlern der Vereinten Nationen und in Anwesenheit von Vertretern der Supermächte der Welt wie den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland stattfänden, berichtet Reuters.

Der „Major National Dialogue“ in Yaoundé begann am 30. September und dauert noch bis Sonntag. Auch die katholische Kirche beteiligt sich aktiv an der Debatte.

(cisa – tg)

05 Oktober 2019, 10:42