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Viele Lebensschutz-Bewegungen machen gegen die sogenannte „therapeutische Abtreibung“ mobil Viele Lebensschutz-Bewegungen machen gegen die sogenannte „therapeutische Abtreibung“ mobil  (©unlimit3d - stock.adobe.com)

Costa Rica: Streit um sogenannte „therapeutische Abtreibung“

Die Bischöfe Costa Ricas haben sich an Präsident Carlos Alvarado gewandt: Dieser solle die Gesetzesänderung nicht unterschreiben, die die sogenannte „therapeutische Abtreibung“ erlaubt, wenn eine psychische Gefahr für die Mutter besteht.

Offiziell geht es um „technische Details“, die die Bedingungen, wann eine Abtreibung legal ist, regeln. Mit dem strittigen Begriff „therapeutische Abtreibung“ ist in Costa Rica gemeint, dass die physische Gesundheit oder das Leben der Mutter gefährdet ist.

Anders sieht das beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation. Sie versteht eine Abtreibung auch dann als „therapeutisch“, wenn die psychische Gesundheit der Mutter in Gefahr ist. Und in diese Richtung bewegt sich auch Präsident Carlos Alvarado, der versprochen hat, bis Ende 2019 eine neue Auslegungsregel zu unterzeichnen.

Eine rechtliche Grauzone...

Es geht also um mehr als eine bloße Begriffsstreitigkeit oder das Beleuchten einer rechtlichen Grauzone. Viele Lebensschutz-Bewegungen haben sich gegen die Maßnahme mobilisiert. Im Speziellen riefen die Bischöfe Costa Ricas dazu auf, die internationale Lebensschutz-Gruppe „40 Tage für das Leben“ zu unterstützen. Die Bischofskonferenz wolle für jene eintreten, „die keine Stimme haben, selbst für ihr Leben einzustehen“.

(vatican news – tg)

17 Oktober 2019, 12:36