Suche

Vatican News
Freiwillige säubern den Strand von Pedra do Sal im Bundesstaat Salvador de Bahia Freiwillige säubern den Strand von Pedra do Sal im Bundesstaat Salvador de Bahia  (AFP or licensors)

Bischöfe entsetzt über Ölkatastrophe an Brasiliens Stränden

Ein sofortiges und grundlegendes Umdenken in Sachen Ökologie fordert die brasilianische Bischofskonferenz (CNBB) angesichts der Ölkatastrophe an den nordöstlichen Stränden ihres Landes.

„Bergbauaktivitäten, die kontaminieren und töten, müssen überwacht und zur Verantwortung gezogen werden, da es keine Zukunft für die Menschheit ohne den Respekt für das gemeinsame Haus gibt“, heißt es in einer Erklärung des CNBB-Vorstandes vom Montag. Die Behörden müssten „wirksame Maßnahmen zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts“ ergreifen und durch entsprechende Untersuchungen die Verursacher der Tragödie ausfindig machen.

Seit den ersten Septembertagen kämpft die nordöstliche gelegene Atlantikküste Brasiliens mit einer Ölpest enormen Ausmaßes. Durch Ölflecken und ölhaltige Abfälle sind bereits tausende Tiere verendet, hunderte Touristenorte verschmutzt und 140.000 Fischer der Region in ihrer Existenz gefährdet. Experten zufolge handelt es sich um die schlimmste Umweltkatastrophe, welche die Region je erlebt hat. Deren Ursachen sind jedoch bislang noch unbekannt.

„Großartige Arbeit der Freiwilligen“

Tausende von Menschen sind weiter damit beschäftigt, auf einer Fläche von rund 2.250 Kilometern über 200 Strände in neun Bundesstaaten zu reinigen. Laut Angaben der erst seit Kurzem an den Aufräumarbeiten beteiligten brasilianischen Armee wurden bisher 1.000 Tonnen Ölrückstände eingesammelt.

Die Bischöfe würdigen in ihrer Erklärung die „großartige Arbeit der Freiwilligen, die sich der Reinigung der Strände im Nordosten widmen“. Um die Umwelt zu schützen, würden die beteiligten Männer und Frauen, Risiken im Umgang mit giftigem Öl eingehen. Die Bischöfe weiter: „Der Mut und die Solidarität der Freiwilligen sollten die Herzen aller berühren, insbesondere der Regierenden, damit der Schutz des Lebens und des Planeten immer Vorrang hat.“

(kap – sk)
 

30 Oktober 2019, 12:03