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Missbrauch: Symbolbild Missbrauch: Symbolbild  (AFP or licensors)

Ungarns Bischöfe: Missbrauchstäter haben keinen Platz im Klerus

Die Ungarische Bischofskonferenz will einen Beschwerdedienst für Missbrauchsopfer von Geistlichen einrichten. Damit sollen Missbrauchsfälle zügiger untersucht und Opfern schneller geholfen werden.

Die Bischöfe erklärten am Mittwoch, man wolle mit allen Mitteln versuchen, gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche aufzutreten. Man begrüße das Apostolische Schreiben Motu Proprio „Vos estis lux mundi” von Papst Franziskus vom 7. Mai, das den Diözesen vorschreibt, innerhalb eines Jahres ein leicht zugängliches System aufzustellen, das Meldungen im Zusammenhang mit dem Kinder- und Jugendschutz verwaltet.

Klare Worte für Täter

Gegenüber den Tätern fand die Bischofskonferenz klare Worte: „Wenn von jemandem bewiesen wird, dass er so eine Tat beging, hat dieser keinen Platz mehr im Klerus. Das kanonische Recht ermöglicht die Höchststrafe auch in zahlreichen Fällen, die nach dem weltlichen Recht keine Strafen nach sich ziehen würden.“

In ihrer Mitteilung wenden sich die Bischöfe auch an die Opfer: „Wir drücken unser Mitgefühl und Mitleid denjenigen gegenüber aus, die als Kinder in dieser Art verletzt wurden. Wir beten für den seelischen Frieden der Opfer solcher nicht wiedergutzumachender Taten, für die Heilung der Wunden: Wir entschuldigen uns im Namen der Täter.“

(pm – tg)

06 September 2019, 16:37