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Migranten aus Zentralamerika bei einer Brücke in der Stadt Matamoros, die an der Grenze zu den USA liegt. Migranten aus Zentralamerika bei einer Brücke in der Stadt Matamoros, die an der Grenze zu den USA liegt. 

USA/Mexiko: Bischöfe kritisieren Situation von Migranten

In einer gemeinsamen Erklärung haben sich 14 Bischöfe aus Texas und Mexiko am vergangenen Sonntag für eine menschlichere Migrationspolitik ausgesprochen. In der mexikanischen Grenzstadt Matamoros beklagten sie „unmenschliche Bedingungen“ und forderten die involvierten Staaten auf, aktiv zu werden.

„Wir, die Bischöfe der Grenze zwischen Texas und Mexiko, zusammengekommen in Matamoros (Tamaulipas, Mexiko) vom 30. August bis zum 1. September, wiederholen, dass wir für das Leben, die Würde und die Rechte von allen Menschen sind. Deshalb kommen wir nicht umhin, unsere Besorgnis über die derzeitige Lage der Ungleichheit, Gewalt und Armut zu äußern, die viele zwingt, ihr Land zu verlassen und die auf ihrem Weg allen möglichen Gefahren und einer großen Hilflosigkeit ausgesetzt sind.“ Mit diesen Worten beginnt die gemeinsame Erklärung von texanischen und mexikanischen Bischöfen, die sie zum Ende ihres gemeinsamen Treffens in der Grenzstadt abgaben.

Besorgnis über „unmenschliche Bedingungen“

Wie die italienische Nachrichtenagentur Sir berichtet, wurde die Erklärung von insgesamt 14 Bischöfen aus 12 Städten unterzeichnet. „Es macht uns Sorge“, heißt es dort weiter, „dass viele bei einem Asylantrag abgelehnt werden oder unter der Unsicherheit eines übermäßig langen Prozesses unter unsicheren Bedingungen ohne Schutzgarantien leiden. Uns schmerzt die Tragödie von Familien, die getrennt werden und die unmenschlichen Bedingungen unter denen viele in Haftanstalten leiden. Wir sind traurig über das Erstarken von Rassismus, Hass und Diskriminierung und über die Tatsache, dass Migranten unweigerlich als Eindringlinge und Kriminelle angesehen werden. Uns verletzt das Leid der Deportierten, deren Träume, Anstrengungen und Opfer ruiniert sind – und die ohne Geld und mit Schulden unter gefährlichen Bedingungen zurückkehren. Es erfüllt uns mit Trauer, dass viele auf der Suche nach einer besseren Zukunft ihr Leben verloren haben.“

Bedingungen für ein würdiges und friedliches Leben schaffen

Die Grenzbischöfe bekräftigten, man werde sich auch „weiterhin für die Menschenrechte der Armen und Migranten und insbesondere der Kinder und Jugendlichen einsetzen.“ Konkret forderten sie die Regierungen der Vereinigten Staaten, Mexiko, Kanada, Zentralamerika und der Karibik auf, einen geografischen Raum zu schaffen, der allen „ein würdiges und friedliches Leben“ ermöglicht. Die Nachricht endet mit dem Versprechen der Bischöfe, die Kräfte weiterhin zu bündeln, um die Migranten zu unterstützen.

(sir – tg)

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03. September 2019, 14:55