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Die Folgen eines Luftangriffs in Jemen Die Folgen eines Luftangriffs in Jemen  (ANSA)

Jemen: Huthi wollen Angriffe stoppen

Die Huthi-Milizen haben angekündigt, Drohnen- und Raketenangriffe auf Saudi-Arabien zu stoppen – wenn auch das Nachbarland die Angriffe beende. Dies teilten die vom Iran unterstützten Rebellen am Freitagabend mit. Eine Woche zuvor hatten die Huthi ihre Verantwortung für den Angriff auf eine wichtige Ölanlage in Saudi-Arabien erklärt.

„Wir hoffen, dass Riad positiv auf die Initiative reagiert“, sagte Mahdi al-Maschat, politischer Anführer der Huthis in einer Fernsehbotschaft. Sollten die Gegenseite allerdings mit den Angriffen fortfahren, hätten die Huthis das Recht, zu reagieren, warnte er. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition hat bisher nicht geantwortet.

Der mit Drohnen und Marschflugkörpern ausgeführte Angriff vom 14. September hatte die Ölproduktion von Saudi-Arabien zeitweilig mehr als halbiert. Die USA und Saudi-Arabien gaben dem Iran die Schuld. Dieser unterstützt die Huthi-Milizen, die im Jemen gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition kämpfen.

Große Teile Nordjemens sind unter der Kontrolle der Huthis. Der Konflikt mit der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition kostete bereits zehntausende Menschen das Leben. Die Vereinten Nationen beschreiben den Konflikt im Jemen als aktuell schlimmste humanitäre Krise der Welt.

(ap – tg)

21 September 2019, 13:24