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RENAMO-Leader Ossufo Momade und Präsident Filipe Nyusi umarmen sich nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens, Archivbild vom 1. August 2019 RENAMO-Leader Ossufo Momade und Präsident Filipe Nyusi umarmen sich nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens, Archivbild vom 1. August 2019  (ANSA)

Mosambik: Oppositions-Politiker sehen Papstbesuch als Friedenschance

Nach Ansicht von Mosambiks Oppositionsführer Ossufo Momade wird der dreitägige Besuch von Papst Franziskus den Friedensprozess in dem südafrikanischen Land voranbringen. „Die Menschen brauchen Frieden. Wir befinden uns in einer Wahlperiode und die Anwesenheit des Heiligen Vaters wird zur Versöhnung beitragen“, zitiert die Zeitung „O Pais“ den Vorsitzenden der größten mosambikanischen Oppositionspartei Renamo am Donnerstag.

Auch weitere Politiker äußerten sich nach einem Treffen mit Papst Franziskus in der Hauptstadt Maputo am Donnerstagmorgen positiv. Mosambiks Ex-Präsident Joaquim Chissano nannte das Treffen ein „Wiedersehen als Zeichen der Beständigkeit und der guten Beziehungen“ zwischen Mosambik und dem Vatikan. Der Oppositionspolitiker Daviz Simango betonte, er hoffe, dass Franziskus die Mosambikaner „an die Notwendigkeit erinnert, Gottes Gesetz zu folgen“, um zu Frieden zu gelangen.

Mit eindringlichen Worten hatte Papst Franziskus die Politiker bei dem Treffen zu mehr Anstrengungen für den Frieden in ihrem Land aufgerufen. Frieden brauche Mut und erfordere „ein hartes Stück Arbeit“, sagte das Kirchenoberhaupt. Bevor er nach dem Treffen den Saal verließ, hatte er noch den RENAMO-Chef Momade und den Führer der anderen Oppositionsparteil MDM persönlich begrüßt.

Im Land wächst unterdessen die Hoffnung, dass ein im August unterzeichnetes Friedensabkommen den Konflikt zwischen den Parteien Frelimo und Renamo beendet. Beide hatten sich zwischen 1977 und 1992 in einem Bürgerkrieg bekämpft; in den vergangenen Jahren war es erneut zu Gewalt gekommen. 

(kna/vatican news - cs)

05 September 2019, 15:58