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Die Heilige Messe auf der Freiheitsbrücke in Budapest Die Heilige Messe auf der Freiheitsbrücke in Budapest   (ANSA)

Ungarn: Erste Heilige Messe auf der Freiheitsbrücke

Rund 2.000 Menschen haben am vergangenen Sonntag in Budapest an einer besonderen Heiligen Messe teilgenommen. Die Feier fand auf der geräumigen Freiheitsbrücke über der Donau statt. „Lasst uns nicht nur Brücken bauen, sondern auch welche überqueren", sagte Priester Szabolcs Sajgó, der die Eucharistie mit den Gläubigen zelebrierte.

Er bat Gott um Hilfe bei der Erfüllung dieser Aufgabe. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem die Freiheitsbrücke für mehrere Sommerwochenenden geschlossen ist, um einen besonderen Gemeinschaftsbereich für die Hauptstadt zu schaffen. Die größte Neuerung dieses Jahres ist neben den zahlreichen musikalischen und kulturellen Veranstaltungen, Picknicks und Klimapartys der katholische Gottesdienst, der erstmals ins Programm aufgenommen wurde.

„Wir sind in der schönsten Kathedrale der Welt“, sagte Sajgó zu Beginn des Messe. Von der Brücke seien die Freiheitsstatue und die Höhlenkirche am Gellertberg gut zu erkennen. „Wenn wir unsere Geschichte betrachten, können wir deutlich sehen, wie viel die Menschen, die hier leben, für ihre Freiheit geopfert haben, oft auch ihr Leben“, sagte der Priester. Gott habe die Menschen als „liebende Mitschöpfer erschaffen, damit wir uns der Freiheit der Liebe öffnen können, denn Liebe kann man nur in Freiheit leben."

Die Freiheitsstatue von Budapest stammt aus dem Jahr 1947, war lange Zeit ein Symbol der Unterdrückung und steht heute für Freiheit und Unabhängigkeit. Kardinal Péter Erdő, der Primas Ungarns, wandte sich in einer kurzen Grußbotschaft an die Teilnehmer der Messe. 

(vatican news)

 

 

02 August 2019, 11:53