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Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I.  (ANSA)

Türkei: Bartholomaios fordert gemeinsames Handeln

In seinem aktuellen Hirtenbrief zum Schöpfungstag blickt der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. auf globale Umweltprobleme, die alle Menschen betreffen, und fordert gemeinsames Handeln. Er kritisiert die Untätigkeit der Gesellschaft, die nichts dagegen unternimmt, um die Gefahren abzuwehren.

„Es ist unvorstellbar, dass die Menschheit in Kenntnis der Größe dieser Problematik sich weiterhin so verhält, als ob sie keine Kenntnis davon hätte“, so das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie.

Er übt einmal mehr scharfe Kritik am vorherrschenden Modell der wirtschaftlichen Entwicklung „mit dem Fetischismus der wirtschaftlichen Wachstumsindikatoren und der Gewinnmaximierung“. Weithin herrsche immer noch die Auffassung, „es gäbe keine andere Option“ und die Nichtanpassung an die unerbittliche Wirtschaftslogik führe zu unkontrollierten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situationen.

Die Bewahrung der Schöpfung ist Dimension des Glaubens

Die Sorge um die Umwelt sei dabei keine zusätzliche Aktivität des kirchlichen Lebens, sondern wesentlicher Ausdruck desselben. „Der Respekt vor der Schöpfung und ihre Bewahrung sind Dimension unseres Glaubens sowie Inhalt unseres Lebens in der Kirche und als Kirche“, betont der ökumenische Patriarch.

Der 1. September wird in der orthodoxen Kirche als „Tag der Bewahrung der Schöpfung“ begangen und ist zugleich der Beginn des Kirchenjahres.

(kap – cr)

31 August 2019, 12:15