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Ein christlicher  Lehrer im Sudan: nach dem Sturz von Präsident Al-Baschir hoffen die Menschen auf Relgionsfreiheit Ein christlicher Lehrer im Sudan: nach dem Sturz von Präsident Al-Baschir hoffen die Menschen auf Relgionsfreiheit  

Sudan: Bischofskonferenz-Vorsitzender begrüßt Einigung in Khartum

Der Vorsitzende der sudanesischen Bischofskonferenz lobt den Beitrag, den die internationale Gemeinschaft zur Umsetzung des Friedensabkommens geleistet hat. Ein aus Zivilisten und Militärs zusammensetzter Souveräner Rat soll nun die rund dreijährige Übergangsphase bis zu den demokratischen Wahlen in ca. drei Jahren leiten.

„Ich danke den Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der IGAD (Intergovernmental Authority for Development) und der Afrikanischen Union, dass sie zur Vermittlung des Friedensabkommens beigetragen haben“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz des Sudan, Edward Hiiboro Kussala, Bischof von Tombura-Yambio.

Das Abkommen zwischen dem Militärregime und der zivilen Opposition vom 17. August sieht die Bildung eines Souveränen Rates vor, der sich aus sechs Zivilisten und fünf Militärs zusammensetzt. Der Rat soll die rund dreijährige Übergangsphase bis zu den demokratischen Wahlen in ca. drei Jahren leiten.

Ein Volksaufstand, der am 19. Dezember 2018 begann, führte im April zum Sturz und zur Verhaftung von Präsident Omar Al-Baschir. Seither regiert ein sogenannter Militärrat. Bei Zusammenstößen mit dem Militär kamen seither mehrere hundert Menschen ums Leben.

Fortbestehende Verbindung zwischen dem Sudan und dem Südsudan

„Unser Herz war im Sudan, als das Land die unruhigste Zeit seiner jüngsten Geschichte erlebte", so der Bischof von Tombura-Yambio. Er lebt zwar im Südsudan, aber die Bischofskonferenz ist nach wie vor ein Zusammenschluss aus dem Sudan und Südsudan. Bischof Kussala betont, dass „wir in Wirklichkeit alle immer noch Sudanesen sind; wir teilen eine gemeinsame Grenze; unsere Geschichte ist miteinander verflochten. Wir sind zwei Länder, deren Einwohner auch durch das Arabische als gemeinsamer Sprache vereint sind.“

Besorgniserregende Situation

„Tausende von Flüchtlingen aus dem Südsudan leben noch im Sudan“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz. „Daher ist die Situation wirklich besorgniserregend und geht uns alle an. Darüber hinaus ist der Sudan Partner des südsudanesischen Friedensabkommens. Als katholische Kirche sind wir in einer Bischofskonferenz vereint, weshalb uns der Konflikt im Sudan auch direkt betrifft", erklärt Bischof Kussala, der hofft, dass die Rechte und die Religionsfreiheit der christlichen Minderheit im Sudan anerkannt werden.

(fides - cr)

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26. August 2019, 14:24