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Philippinen: „Anti-Glücksspiel-Bischof" Tuquib verstorben

Der emeritierte Erzbischof Jesus Tuquib ist an diesem Mittwoch in der südphilippinischen Stadt Cagayan de Oro begraben worden. Er starb am 1. August im Alter von 89 Jahren nach einer langen Krankheit. Bekannt wurde er wegen seiner Kampagne gegen den Bau eines Casinos in seiner Stadt.

Mit dem Hinweis, ein Casino zerstöre „allmählich und sicher die positiven und moralischen Werte" des Volkes, wies der verstorbene Erzbischof die Gemeindemitglieder seines Bistums zu Protesten an. Mindestens 15.000 Menschen nahmen an den Demonstrationen im Juni 1993 teil. Tuquib führte zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt den Protestzug an. Später schrieb er dem damaligen Präsidenten Fidel Ramos und erinnerte ihn daran, dass ein Casino nicht in Gebieten betrieben werden sollte, in denen die öffentliche Akzeptanz dafür fehlt. 

Das Vermächtnis von Tuquib

Schließlich gab der Präsident nach und ordnete einen Stopp des Vorschlags an. „Dies war das Vermächtnis von Erzbischof Tuquib an Cagayan de Oro, das bis heute casinofrei geblieben ist", sagte Erzbischof Ledesma über seinen Vorgänger. Erzbischof Tuquib war auch 2001 in Protestmärschen prominent vertreten, in denen er die Amtsenthebung des damaligen Präsidenten Joseph Estrada forderte, der der Korruption beschuldigt wurde.

Am 5. Januar 1988 wurde Tuquib zum Erzbischof von Cagayan de Oro ernannt und ging am 4. März 2006 aus Altersgründen in den Ruhestand. Als Priester verbrachte er den größten Teil seiner pastoralen Tätigkeit in Pfarreien und hielt auch Vorträge in Seminaren.

(ucanews – vm)

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07. August 2019, 12:57