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Vatican News
Rom im Oktober 2017: Papst Franziskus empfängt die Delegierten von „Religions for Peace“  in Audienz Rom im Oktober 2017: Papst Franziskus empfängt die Delegierten von „Religions for Peace“ in Audienz  (ANSA)

Religionsfriedensgipfel: Zentralafrika muss Akteur des Friedens sein

Bei der zehnten Weltversammlung der Organisation „Religions for Peace", die in zwei Wochen in Lindau und damit erstmals in Deutschland stattfindet, wollen Religionsführer aus Zentralafrika ihre Erfahrungen mit der Friedensarbeit stärker einbringen. Sie trafen sich nun zu einem vorbereitenden Treffen in Bangui, um eine gemeinsame Agenda zu entwickeln.

In der zentralafrikanischen Republik wurde im Februar ein politisches Friedensabkommen unterzeichnet, bei dem Religionen eine wichtige Rolle spielen. Religionsführer werden zu Akteuren eines dauerhaften Friedens im Land“, erklärte William Renoux, ein Sprecher der Nichtregierungsorganisation „Finn Church Aid“, wie der vatikanische Fidesdienst berichtete. Dank des Einsatzes der Religionsfrüher könne ein stabiles Umfeld entstehen, das den Wiederaufbau des sozialen Gefüges ermögliche. 

Religionsführer aktiv in Umsetzungsprozess des Friedensabkommens einbeziehen

Zur zehnten Weltversammlung von „Religions for Peace“ von 20. bis 23. August erwarten die Veranstalter rund 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 17 Religionen und mehr als 100 Ländern in Lindau am Bodensee. Vorgesehen ist dabei auch eine Sondersitzung über die Zentralafrikanische Republik, in der Religionsführer des Landes mit anderen Teilnehmern ihre Erfahrungen austauschen werden. „Es ist wichtig, dass die Religionsführer in den Umsetzungsprozess des Friedensabkommens und die Bemühungen um einen Dialog einbezogen werden,“ unterstreicht Renoux . Man habe durch das Treffen in Bangui  versucht, die Energien der verschiedenen religiösen Akteure zu bündeln, damit sie zu einer wahren Friedensdynamik beitragen und diese anregen können.

Hintergrund

Religions for Peace ist eine in New York ansässige Nichtregierungsorganisation, die durch interreligiösen Dialog Friedensarbeit leisten will. Seit ihrer Gründung im Jahr 1961 hat sie neun internationale Konferenzen organisiert. 2019 ist der Austragungsort ihrer Weltversammlung, die alle sechs Jahre stattfindet, Lindau. Auf der Versammlung setzen sich die Religionsvertreter mit ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung auseinander und versuchen Wege zu finden, wie man Verschiedenheiten friedlich ausräumen und zum Frieden beitragen kann.

(fides/vatican news – skr)
 

05 August 2019, 12:13