Cerca

Vatican News
Zerstörungen durch einen Bombenanschlag in Afghanistan Zerstörungen durch einen Bombenanschlag in Afghanistan  (ANSA)

Kasachstan: „Wir bitten Maria um Frieden nach 40 Jahren Krieg“

Der barnabitische Priester Pater Giovanni Scalese, Verantwortlicher der „Mission sui juris Afghanistan“, hat den Erzbischof von Astana, Tomasz Peta, besucht. Fünf Tage hielt er sich in Kasachstan auf. Grund seiner Reise war es auch, um Frieden in Afghanistan zu bitten. Von seinen Erfahrungen berichtete er dem vatikanischen Fidesdienst.

Der Ordensmann unternahm auch eine Wallfahrt zum Nationalheiligtum von Oziornoje, um das liturgische Fest der Königin des Friedens, der Schutzpatronin von Kasachstan, zu feiern. Es ist ein Ort, den die Barnabiten als „mit Geschichte beladen und von Gott gesegnet“ bezeichnen. Scalese feierte in dem Marienheiligtum die Sonntagsmesse: „In der Predigt habe ich die Gläubigen daran erinnert, dass Frieden nur im Reich Christi und Marias möglich ist, die der Fürst und die Fürstin des Friedens sind. Ich erklärte, dass ich gekommen sei, um die Jungfrau um Frieden für Afghanistan zu bitten. Ich lud alle Anwesenden ein, sich meinem Gebet anzuschließen“, so Pater Scalese.

Nach 40 Jahren Krieg ruft der barnabitischer Priester nun zum Frieden auf. Der nicht enden wollende Krieg spaltet die Gesellschaft. Seit 1978 sind in Afghanistan vier Kriege aufeinander gefolgt. Über eine Millionen Menschen sind dabei ums Leben gekommen, der Großteil der Bevölkerung ist in die Nachbarländer geflohen.

Ein dunkles Kapitel der Zeitgeschichte ...

Über seine Erfahrungen berichtete Pater Scalese dem vatikanischen Fidesdienst: „Der Besuch in Kasachstan war in vielerlei Hinsicht sehr interessant: Aus geistlicher Sicht war es eine Wallfahrt zum Heiligtum der Jungfrau Maria; aus kirchlicher Sicht war es die schöne Erfahrung, gemeinsam mit Pilgern aus aller Welt einer lebendigen lokalen christlichen Gemeinschaft  zu begegnen. Aus historischer Sicht war es eine Gelegenheit, sich an ein dunkles Kapitel der Zeitgeschichte zu erinnern; aus touristischer Sicht war es die Entdeckung eines wunderschönen Landes.“

(fides/vaticannews - cr)

06 August 2019, 14:17