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Rohingyaflüchtlinge in Bangladesch Rohingyaflüchtlinge in Bangladesch  (ANSA)

Bangladesch: Rohingya lehnen Rückführung nach Myanmar ab

Von den Hunderttausenden Rohingyaflüchtlingen in den Lagern von Bangladesch will offenbar kaum jemand nach Myanmar zurückkehren. „Bisher hat keiner der befragten Flüchtlinge angegeben, zu diesem Zeitpunkt heimkehren zu wollen“, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Donnerstag mit.

Die Regierung von Myanmar hatte der Regierung Bangladeschs eine Liste mit Namen von 3.450 angeblich rückkehrwilligen Rohingya übergeben. Die Rückführung sollte an diesem Donnerstag beginnen. Viele der nun Befragten erklärten indes nach UNHCR-Angaben, sie würden nur zurückkehren, wenn Myanmar sie als Staatsbürger akzeptiere und ihre Sicherheit garantiere.

Hintergrund

Vor zwei Jahren hatte die Armee von Myanmar mit der gewaltsamen Vertreibung der Rohingya aus dem Teilstaat Rakhine begonnen. Das mehrheitlich islamische Bangladesch öffnete aus humanitären Gründen seine Grenze und ließ die Flüchtlinge ins Land. Die Vereinten Nationen bezeichneten die Vertreibung als eine „ethnische Säuberung wie aus dem Lehrbuch“. Viele Rohingya waren bereits in den Jahren vor dem Sommer 2017 nach Bangladesch geflohen. Insgesamt leben laut Schätzungen rund eine Million Rohingya in den Lagern des Landes.


(kna-skr)
 

22 August 2019, 14:46