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Amazonien - die grüne Lunge der Erde Amazonien - die grüne Lunge der Erde  (AFP or licensors)

Amazonien: Jesuiten starten Sensibilisierungskampagne

Die Initiative „Déjate Abrazar” (Lass Dich umarmen) der lateinamerikanischen Jesuiten soll das Bewusstsein für die Gefahren für das panamazonische Biom und die dort lebenden indigenen Gemeinschaften schärfen.

Über eine Online-Erfassungsplattform versuchen die Jesuiten, die Nachhaltigkeit ihrer sozialen Werke im Amazonasgebiet zu gewährleisten und REPAM weiterhin zu unterstützen.
Die Kampagne „Déjate Abrazar" hat dabei ein dreifaches Ziel: das Bewusstsein für die Hauptprobleme des Amazonas zu schärfen, die Arbeit der Jesuiten in der Region bekannt zu machen und Mittel für die Arbeit der Jesuiten zu sammeln.

Gleichgültigkeit gegen Umwelt stoppen

Besonders geht es darum, die Gleichgültigkeit gegenüber Amazonien zu stoppen und stattdessen „Amazonien zu umarmen, um das Leben, das es uns gibt, und seine dringendsten Bedürfnisse zu begreifen". Für die Kampagne haben die Jesuiten eine eigene spanische Website (dejateabrazar.org) erstellt. Die Initiative soll über die Arbeit der „Gesellschaft Jesu“ im Amazonasgebiet hinausgehen, heißt es. Man reagiere auf die regionale Priorität für Amazonien und habe es als wichtig erachtet, die eigenen Aktivitäten mit denen von REPAM zu vereinen.

Amazonien in Gefahr

Im Internet veröffentlichen die Jesuiten Zahlen und Fakten zum Amazonas: Nach Angaben des „World Wide Fund for Nature“ habe der Amazonas in den letzten 50 Jahren fast 20 Prozent seiner sozialen Ausdehnung verloren. Die FAO berichtet, 420 indigene Gemeinschaften seien direkt von seinen Ressourcen abhängig und die NGO Global Witness geht davon aus, dass 2017 mindestens 57 brasilianische indigene Führer ermordet wurden.

Der Aufruf zur „Pflege des gemeinsamen Hauses“ inspirierte die Jesuiten, die ökologische Nachhaltigkeit und die Rechte der indigenen Völker Amazoniens durch ihre Sozial-, Bildungs- und Pastoralprojekte in Brasilien, Bolivien, Peru, Kolumbien, Ecuador, Venezuela und Guyana zu schützen und zu fördern.

(vatican news - ck)
 

19 August 2019, 11:50