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Ruanda: Politik und Kirche streiten über Familienplanung

In Ruanda ist die Stimmung zwischen Regierung und katholischer Kirche angespannt. Streitpunkt ist die aktive Familienplanung, die die Kirche in den von ihr verwalteten Kliniken ablehnt. Das will die Regierung des ostafrikanischen Landes nicht länger hinnehmen, wie die ruandische Tageszeitung „New Times“ an diesem Montag berichtet.

Etwa ein Drittel der ruandischen Krankenhäuser befinden sich laut Bericht im Besitz der katholischen Kirche, bezahlt würden viele Ärzte und Pfleger jedoch vom Staat. Das warf zuletzt die Frage auf, welchen Kurs die betroffenen Klinken in puncto Verhütung fahren sollten. Die Regierung in Kigali, die eine kostenlose Familienplanung anbietet, warf der Kirche vor, ihre Erfolge zu untergraben.

Gesundheitsministerin Diane Gashumba kritisierte, die an katholischen Kliniken tätigen Ärzte würden in eine Situation gebracht, „ihre Aufgaben nicht erfüllen zu können, weil die Kirche sie daran hindert“.

Gespräch mit Politikern

Ruandas Bischofskonferenz kündigte Gespräche mit den Politikern an. Stimme man in entscheidenden Punkten wie dem Einsatz von Medikamenten oder der Personalverwaltung überein, könne man auch eine Lösung hinsichtlich der Familienplanung finden, so der Konferenz-Vorsitzende Bischof Philippe Rukamba. „Die Leute müssen wissen, dass wir uns im Dialog befinden und dass am Ende der Gespräche eine klare Vereinbarung stehen wird.“

(kna – vm)

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22. Juli 2019, 10:30