Suche

Vatican News
Dieser Ort in der Geburtskirche in Bethlehem markiert die Stelle, wo Jesus geboren wurde Dieser Ort in der Geburtskirche in Bethlehem markiert die Stelle, wo Jesus geboren wurde  (AFP or licensors)

Palästina: Bethlehem außer Gefahr

Das Welterbekomittee hat entschieden, die Geburtskirche Jesu und den zugehörigen Pilgerweg von der Liste der gefährdeten Welterbestätten zu streichen. Wie das Komitee an diesem Dienstag bekannt gab, würdigt es damit die hohe Qualität der Restaurierungsarbeiten.

Seit 2013 arbeiten sie in Bethlehem an der Restaurierung von Dach, Außenfassade, Säulen, Mosaiken und Türen der Kirche. Sie erneuerten die Beleuchtung und haben Rauchmelder installiert. Offenbar haben die Arbeiten und die vorliegenden Pläne zur Erhaltung die UNESCO davon überzeugt, dass die Geburtskirche nicht gleich zusammenstürzt.

Massentourismus belastet Welterbestätten

Den Kirchenkomplex nutzen lateinische und griechisch-orthodoxe Kirche. Franziskaner und Armenier haben Konvente vor Ort. Hinzu kommen Glockentürme, Terrassen und ein Pilgerweg entlang der vermuteten Route von Josef, Maria und Jesus. Bei der Anerkennung der allgemeinen Bedeutung dieser Kirche als Welterbe 2012 kam die Geburtskirche zeitgleich auf die Liste, die aufgrund äußerer Einflüsse bedrohte Welterbestätten verzeichnet. Das sind Orte, die von Kriegen oder Naturkatastrophen, Verschmutzung oder Infrastruktur in ihrem Bestand gefährdet sind. Bei der Geburtskirche waren es die Baufälligkeit, zu viel Tourismus, chaotischer Verkehr und die unkontrollierte Stadtentwicklung.

Die Geburtskirche in Bethlehem gilt als historischer Ort der Geburt Jesu und liegt etwa zehn Kilometer südlich von Jerusalem. Diese Tradition reicht bis ins zweite Jahrhundert zurück. Eine erste Kirche wurde an dem Ort 339 n. Chr. errichtet, die nach einem Brand von einem Neubau im 6. Jahrhundert ersetzt wurde. Reiche Bodenmosaiken konnten sie dabei erhalten. Es ist eine der ältesten Kirchen mit täglicher Nutzung und eine der wichtigsten Pilgerstätten des Christentums.

(unesco / vatican news - fr)

03 Juli 2019, 11:13