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Kinder müssen mehr geschützt werden Kinder müssen mehr geschützt werden  (AFP or licensors)

UNO: Schutz von Kindern zeigt enorme Finanzierungslücken

Ein neuer Bericht über den Schutz von Kindern in humanitären Krisen zeigt enorme Finanzierungslücken auf. Jedes fünfte Kind ist Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt. Auf dem laufenden politischen Gipfel in New York über die Ziele der Vereinten Nationen zur Beendigung der Gewalt gegen Kinder wurde der alarmierende Bericht nun vorgestellt.

Obwohl sich die Zahl der Kinder in Konfliktgebieten seit 1990 fast verdoppelt hat, sei die Lage beim Kinderschutz deprimierend. Die neue Studie von Save the Children im Auftrag der Alliance for Child Protection in Humanitarian Action weist darauf hin, dass im Durchschnitt nur 0,5% der gesamten humanitären Mittel für Kinderschutzaktivitäten verwendet werden.

Der Bericht analysiert die gesamten humanitären Mittel, die zwischen 2010 und 2018 für den Kinderschutz bereitgestellt wurden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf 13 Konfliktländern. Darunter sind Syrien, Jemen, der Irak und Afghanistan.

Bedarf an Kinderschutz gestiegen

Die Studie zeigt, dass die humanitäre Gesamtfinanzierung in den letzten zehn Jahren zwar zugenommen hat, dass aber der Bedarf an Schutzmaßnahmen für Kinder noch weiter gestiegen ist. In Afghanistan beispielsweise wurden 2018 nur 18% der benötigten Mittel für den Kinderschutz bereitgestellt.

„Dieser Bericht ist ein Weckruf an die Führungskräfte, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Verletzungen der Kinderrechte zu verhindern“, sagt Gunvor Knag Fylkesnes von Save the Children. Kinder haben besonderen Schutzbedarf , so Knag.

Sichere Räume schaffen

„Wir fordern unter anderem ein Ende der Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser und hochwertige psychologische und psychosoziale Unterstützung“, sagt Hani Mansourian von der Alliance for Child Protection in Humanitarian Action. „Immer wieder werden Kinder von ihren Familien getrennt, als Soldaten rekrutiert oder misshandelt. Wir müssen sichere Räume für Kinder in Not schaffen.“ 

Daher fordert die Studie die Geber auf, die Mittel für den Kinderschutz von 0,5 % auf mindestens 4 % der gesamten humanitären Mittel aufzustocken, um die extreme Finanzierungslücke zu schließen. Kinderschutz solle zudem vorrangig behandelt werden. „Sowohl die Helfer als auch die Spender müssen ihre Bemühungen verstärken, um die zurückgelassenen Kinder zu erreichen“, so Knag.

(AGV – vm)

13 Juli 2019, 11:33