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Der Amazonaswald Der Amazonaswald 

Brasilien prüft Urheberrecht auf Amazonas-Sauerstoff

Brasilien könnte demnächst für den vom Amazonaswald produzierten Sauerstoff weltweit Geld verlangen. Das sagte Wirtschaftsminister Paulo Guedes laut brasilianischen Medienberichten an diesem Freitag in Manaus. Er werde prüfen lassen, inwieweit sein Land das Urheberrecht darauf erheben und den von den dortigen Bäumen produzierten Sauerstoff an einer Börse handeln kann.

Bislang gibt es bereits globale Konzepte zum Emissionshandel mit CO2-Lizenzen. Der neoliberale Ökonom Guedes will demnach eine globale Sauerstoffbörse ins Leben rufen, an der Sauerstofflizenzen gehandelt werden könnten. Die mitten im Amazonaswald gelegene Metropole Manaus könnte so ein „Weltzentrum für Nachhaltigkeit und Biodiversität“ werden. Seit Jahren wird weltweit an Konzepten zum Emissionshandel gearbeitet, mit dem Industrieländer mit hohen CO2-Emissionen die Erhaltung von Wäldern finanzieren.

Asphaltpisten durch Urwald

Bislang hatte die brasilianische Regierung des rechtspopulistischen Präsidenten Bolsonaro ihre wirtschaftliche Öffnung von Naturparks und Indigenengebieten am Amazonas verteidigt. Derzeit wird ein Gesetz zur Legalisierung von Goldschürfstätten erarbeitet. Zudem plant die Regierung den Bau von Asphaltpisten durch bislang unberührten Urwald. Umweltschützer kritisieren diese Pläne.

(kna – vm)

27 Juli 2019, 10:50