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Eine Woche Anfang Juli ist den Ureinwohnern Australiens gewidmet - einschließlich Demonstration Eine Woche Anfang Juli ist den Ureinwohnern Australiens gewidmet - einschließlich Demonstration  (ANSA)

Australien: Kirche besorgt über hohe Suizidrate bei Ureinwohnern

Die Kirche in Australien hat sich an den landesweiten Feierlichkeiten zum Aborigine-Day am 07. Juli beteiligt. Wie die Nachrichtenagentur Fides an diesem Montag meldete, haben die Katholiken damit ein Zeichen der Einheit setzen und auch die besorgniserregend hohe Selbstmordrate unter den Ureinwohnern hinweisen wollen.

„Tausende von Bürgern feierten den Sonntag der Aborigines und der Bewohner von Torres Strait Island in Pfarreien in ganz Australien. Vom Chaos der Großstädte bis zur Ruhe der abgelegenen Gemeinden haben Katholiken und Einheimische Seite an Seite gesessen, als Zeichen der Einheit“, berichtete der Vorstand des National Aboriginal and Torres Strait Islander Catholic Council (NATSICC) zu dem Ereignis.

Rauchzeichen in der Kirche

Dieser Rat der australischen Katholiken für die Ureinwohner erklärte, wie die Pfarreien sich an verschiedenen Initiativen beteiligten. In Adelaide habe der Präsident des NATSICC, John Lochowiak, vor dem Beginn der Messe in der Kathedrale mit Vertretern des Kaurna-Volkes die Rauchzeremonie gefeiert, ein für australische Aborigines typisches Reinigungsritual. In La Perouse wiederum feierte der Jesuit und langjährige Freund der Ureinwohner, Pater Frank Brennan, eine besondere Messe in der Versöhnungskirche, die zu dem Zweck entstanden ist, Menschen der Aborigine-Kultur in der katholischen Kirche durch Liturgie und Ausbildung zusammenzubringen.

Der Sonntag der Aborigines und der Bewohner der Insel der Meerenge von Torres, der Anfang Juli gefeiert wird, ist ein fester Termin im Kalender der australischen Kirche. Immerhin zählt sie etwa 130.000 katholische Ureinwohner.  In ihrer Botschaft zum Gedenktag lenkten die Bischöfe den Blick auf das Problem der Selbsttötungen unter Ureinwohnern: „Diese Realität ist traurig und unannehmbar. Für uns Christen ist Jesus gekommen, um ein erfülltes Leben zu bringen. Er ruft uns auf, mit Liebe und Respekt zusammenzuarbeiten und eine Lösung für dieses tragische Problem zu finden“.

(fides / vatican news – fr)

15 Juli 2019, 12:03