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Die US-Flagge weht über Guantanamo Die US-Flagge weht über Guantanamo 

USA: Woche der Religionsfreiheit eröffnet

Erzbischof Joseph Edward Kurtz, Präsident des Ausschusses für Religionsfreiheit der Bischofskonferenz, hat zur Eröffnung der diesjährigen Aktionswoche die katholischen Gläubigen ermutigt, für die Religionsfreiheit im In- und Ausland zu beten und zu handeln. Wie der Osservatore an diesem Freitag berichtete, ist das Thema in diesem Jahr: „Kraft in der Hoffnung“.

Anknüpfen soll der Titel an das Laiendekret des Zweiten Vatikanischen Konzils, wo es heißt: „Inmitten der Widrigkeiten dieses Lebens finden sie Kraft in der Hoffnung, sind sie doch überzeugt, dass ‚die Leiden dieser Zeit in keinem Verhältnis zu der kommenden Herrlichkeit stehen, die in uns offenbar werden wird‘ (Römerbrief 8,18)“. Die Woche wird gerahmt von den Märtyrerfesten von John Fisher und Thomas Moore am 22. Sowie Petrus und Paulus am 29. Juni.

„Weggeworfen“ ins Gefängnis?

Die Aktionswoche will daran erinnern, dass Katholiken in der Öffentlichkeit auf Hindernisse stoßen, sei es eine gesellschaftliche Polarisierung oder sogar offene Verfolgung. Laut dem verantwortlichen Erzbischof von Louisville/Kentucky stehen als Regionen der Nahe Osten und Nigeria und als Verfolgte die Rohingiya im Fokus des Gebets. Doch auch die von Papst Franziskus angeprangerte „Wegwerfkultur“ findet Aufmerksamkeit – speziell mit Blick auf das Strafrechtssystem.

Denn die Würde der Menschen ende nicht, wenn sie im Gefängnis landen, so mahnte Kurtz. Er bezog sich auf jüngere Vorfälle, in denen Juden und Muslimen in Haft religiöse Freiheitsrechte verwehrt wurden. „Traditionell interpretieren Katholiken den Dienst an den Gefangenen als ein Werk der Barmherzigkeit, weil sie hoffen, dass die Inhaftierten in ihrem Glauben Kraft finden werden. Damit die amerikanische Kultur eine Kultur des Lebens und keine Wegwerfkultur ist, muss unser Strafrechtssystem die Würde aller Menschen anerkennen", erklärt Erzbischof Kurtz.

(or/vatican news – fr)

22 Juni 2019, 12:49