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Während Papst Franziskus sieben Rumänen seligspricht, wird auf den Philippinen der Seligsprechungsprozess für einen Jugendlichen eingeleitet Während Papst Franziskus sieben Rumänen seligspricht, wird auf den Philippinen der Seligsprechungsprozess für einen Jugendlichen eingeleitet  (Vatican Media)

Philippinen: Straßenkind kann seliggesprochen werden

Papst Franziskus gab grünes Licht für den Prozess der Seligsprechung und Kanonisierung des ehemaligen Straßenkindes Darwin Ramos, der mit nur 17 Jahren an einer Muskelerkrankung starb.

Darwin Ramos wurde am 17. Dezember 1994 in Pasay City geboren und verbrachte seine ersten Lebensjahre in einem Slum der Stadt. Um seine Familie zu unterstützen, sammelte er gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Abfälle. Doch früh traten die ersten Symptome der Muskelschwäche auf, die später als Duchenne-Muskeldystrophie diagnostiziert wurde. Bald darauf konnte er nicht mehr gehen oder stehen. Die Armut brachte die Familie auf die Straße, und Darwin wurde von seinem Vater jeden Morgen am Bahnhof abgesetzt, um zu betteln.

Krankheit als „Mission“

Über eine Stiftung und deren „Streetworker“, die sich um den kranken Jungen kümmerten, lernte er den katholischen Glauben kennen und wurde am 23. Dezember 2006 getauft. Ein Jahr später empfing er die erste Heilige Kommunion und die Firmung. Im Laufe der Jahre verschlechterte sich sein Zustand allmählich, doch Darwin entwickelte eine tiefe persönliche Beziehung zu Christus. Seine Krankheit nannte er dann nicht mehr „Myopathie“ sondern „Mission“.

Er starb am 23. September 2012 im Philippine Children's Medical Center (PCMC) in Quezon City im Ruf der Heiligkeit. Er dankte denen, die sich um ihn gekümmert hatten, und drückte seine Freude in der Hoffnung aus, dem Herrn bald zu begegnen. Der örtliche Bischof, Honesto Ongtioco, hatte den Prozess auf Ersuchen der Vereinigung der Freunde von Darwin Ramos initiiert.

(asianews – ck)

02 Juni 2019, 12:56