Migrantenzelte in Tijuana Migrantenzelte in Tijuana 

Mexiko: Auf einmal vogelfrei

Die Sicherheitsbehörden führen in der Grenzregion zu den USA Massenverhaftungen von Migranten durch. Darauf machen „Ärzte ohne Grenzen“ an diesem Donnerstag aufmerksam.

Ein Team des Hilfswerks sei vor ein paar Tagen in zwei Grenzstädten selbst Zeuge solcher Verhaftungswellen geworden. „Ärzte ohne Grenzen“ sind über die neue Härte sehr besorgt: Die Migranten, von denen viele aus Mittelamerika kommen, würden dadurch in die Illegalität gedrängt und verlören zum Beispiel die Chance auf Gesundheitsleistungen.

„Aus Angst vor einer Verhaftung vermeiden es die Migranten immer mehr, an Orte zu kommen, wo sie medizinische Grundversorgung bekommen“, so das Hilfswerk. Dadurch verlören gerade diejenigen an Unterstützung, die sie am nötigsten bräuchten.

„Menschenhändler sind Hauptnutznießer dieser Kriminalisierung von Migranten“

„Die Migranten bewegen sich jetzt nur noch heimlich in kleinen Gruppen. Sie sind gezwungen, gefährliche Wege zu benutzen, wo es viele kriminelle Banden und kein Obdach gibt.“ Wahrscheinlich würden künftig „noch mehr Migranten eine leichte Beute von Menschenhändlern“. Diese seien, so „Ärzte ohne Grenzen“, die „Hauptnutznießer“ dieser „Kriminalisierung von Migranten“.

(vatican news – sk)
 

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20. Juni 2019, 11:33