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Vatican News
Rauch über der Stadt Khan Sheikhun in Idlib an diesem Donnerstag Rauch über der Stadt Khan Sheikhun in Idlib an diesem Donnerstag  (AFP or licensors)

Syrien: Christen zahlen die Zeche

In den Machtspielen der Welt- und Regionalmächte um die einzige noch in islamistischer Hand befindliche syrische Provinz – Idlib – sind erneut Christen die ersten Opfer.

In der orthodoxen Welt hat der Feuerüberfall islamistischer „Hayat Tahrir al-Sham“-Milizionäre auf die unter Regierungskontrolle befindliche Stadt Al-Suqaylabiyeh (das antike Seleucopolis) am 12. Mai besondere Empörung ausgelöst. Die Terroristen zielten auf den Bereich der Peter-Paul-Kirche in der von antiochenisch-orthodoxen Christen bewohnten Stadt. Dabei wurden fünf Kinder getötet und mehrere andere schwer verletzt.

Die Kinder spielten im Freien

Die Kinder hatten an der im orthodoxen Bereich üblichen Sonntagsschule teilgenommen und wollten ein wenig im Freien spielen, wie der Ortspfarrer Maher Haddad berichtete. Eine weitere Rakete tötete die Sonntagsschul-Lehrerin.

Die Provinz Idlib gehört zu den letzten größeren Enklaven in Syrien, die noch nicht unter Kontrolle der Regierungstruppen stehen. Menschenrechtler befürchten einen Sturm der Truppen Assads auf die Provinz.

(pro oriente – sk)
 

23 Mai 2019, 15:47