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Vatican News
Pakistanische Christinnen beim Gebet Pakistanische Christinnen beim Gebet  (AFP or licensors)

Pakistan: Frauen retten sich aus Ehebetrug

Die Ermittlungen zu dem chinesisch-pakistanischen Menschenhandel mit Scheinehen dauern an. Inzwischen wurde auch die Beteiligung christlicher Pastoren festgestellt, wie AsiaNews an diesem Dienstag meldete. Die chinesische Botschaft musste zugeben, eine Reihe von Visumsanträgen blockiert zu haben. Nun konnten zwei betrogene Frauen entkommen.

Die zwei pakistanischen Frauen aus Punjab glaubten, Muslime zu heiraten. Stattdessen entpuppten sich ihre chinesischen Männer als Betreiber eines illegalen Bordells. Es handelt sich nicht um Einzelfälle. Die Kriminalermittler gehen nach Dutzenden Verhaftungen von mindestens 700 Fällen des Heiratsschwindels aus, der etliche Frauen nach China in die Zwangsprostitution trieb oder zu Opfern des Organhandels machte.

Dabei hatten die Betrüger mit gefälschten Dokumenten die nichts ahnenden Familien zur Freigabe ihrer Töchter überredet. Auch Amtsträger christlicher Gemeinschaften beteiligten sich daran. Die katholische Kirche im Land wies schon länger auf den Ehebetrug hin und bemüht sich um die Aufklärung der oft armen Herkunftsfamilien der Opfer.

China streitet ab - Wichtige Wirtschaftspartnerschaft

Die Aufdeckung der wachsenden Ausmaße dieses Skandals brachte Menschenhandelsaffären zwischen China und Pakistan insgesamt ans Licht. Beide Länder pflegen intensive wirtschaftliche Beziehungen – einschließlich erleichtertem Grenzverkehr. Chinesische Autoritäten wiesen die Behauptung zurück, es handle sich um kriminell organisierten Brauthandel. Sie warfen den pakistanischen Medien Übertreibung und Sensationslust vor. Allerdings mussten sie zugeben, mindestens 90 Visumsanträge pakistanischer Frauen abgewiesen zu haben.

(asia news – fr)

22 Mai 2019, 13:01