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Die Beschuldigten bei der Verhaftung in Pakistan Die Beschuldigten bei der Verhaftung in Pakistan 

Pakistan: Erste Verhaftungen wegen chinesischem Heiratsschwindel

Die Polizei konnte acht Verdächtige eines Menschenhandelrings in Pakistan verhaften. Wie AsiaNews an diesem Donnerstag meldet, sind darunter vier christliche Männer, ein protestantischer Kleriker und die mutmaßliche Drahtzieherin aus China. Die katholische Kirche hatte schon länger über die vorgetäuschten Hochzeiten zum Zweck der Zwangsprostitution geklagt.

Vater eines Opfers ruft die Polizei

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, die Verheiratung zwischen pakistanischen Christinnen und chinesischen Männern zu organisieren. Möglich machte die Verhaftung der Vater einer Betroffenen. Sie sollte in einem Restaurant in Faisalabad mit einem jungen Chinesen verheiratet werden. Die Verdächtigten versprachen ihr ein besseres Leben in China. Vor Ort fand die Polizei bei dem protestantischen Pfarrer die gefälschten Trauungsurkunden. Die Anzeige lautet auf nun auf Menschenhandel, Betrug und Fälschung.

Arme christliche Familien mit viel Geld getäuscht

Die katholische Kirche registrierte diese ersten Verhaftungen nach ihren anhaltenden Beschwerden über den Heiratsbetrug mit Genugtuung. Die Chinesin, die als Kopf des kriminellen Netzwerks gilt, habe laut Polizeiangaben mit einem einflussreichen pakistanischen Muslim zusammengearbeitet. Mit ihm, dem Sohn eines pensionierten Polizeibeamten, stellte sie von Lahore aus den Kontakt zu armen christlichen Frauen her, um sie zur Heirat zu verleiten. Den Eltern der potenziellen Bräute zahlten sie erhebliche Summen unter dem Vorwand einer Zukunft in Wohlstand.

Einer der beschuldigten Komplize sei jedoch noch auf freiem Fuß und bedrohe weiterhin die Familie einer geflüchteten Braut, berichtet die Nachrichtenagentur Asianews. Laut Polizei fanden in Faisalabad zwanzig illegale Eheschließungen statt. Inzwischen berichteten weitere Medien von Heiratsschwindelfällen, deren Opfer als Zwangsprostituierte oder in anderen demütigenden Arbeitsverhältnissen in China enden.

Kirche fordert bessere Kontrolle

Der diözesane Koordinator für Gerechtigkeit und Frieden, Shahid Anwar, sagte gegenüber Asianews, die Anzahl der vorgetäuschten Eheschließungen sei außer Kontrolle geraten. Deswegen sollten die pakistanische Regierung und das chinesische Konsulat aktiv werden gegen Menschenhandel, indem sie Visa und Heiratsurkunden überprüften. Gleichzeitig forderte Anwar zivilgesellschaftliche Gruppen auf, ihrerseits „das Bewusstsein für Menschenhandel zu schärfen, insbesondere für Kinder und religiöse Minderheiten, die die leichtesten Opfer sind.“

Menschenrechtsaktivisten beklagen auch, dass sich an diesem Schwindel Christen beteiligten, die damit ihren Glauben gegen Geld verrieten. Sie bemühen sich daher um eine Aufklärung unter den christlichen Familien, damit nicht weitere zu Opfern des Betrugs werden.

(asia news – fr)

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10. Mai 2019, 13:01