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Islamabad im Februar 2019: Islamisten protestieren gegen den Freispruch Asia Bibis Islamabad im Februar 2019: Islamisten protestieren gegen den Freispruch Asia Bibis   (AFP or licensors)

Pakistan: Islamistischer Aufwiegler freigesprochen

Der Oberste Gerichtshof von Lahore hat die Freilassung von Islamistenführer Khadim Hussain Rizvi angeordnet. Seine radikalislamische Partei Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP) hatte das Land im vergangenen Jahr nach dem Freispruch Asia Bibis mit Straßenprotesten lahmgelegt und die Hinrichtung der Christin gefordert.

Dem islamistischen Aufwiegler und seinem Stellvertreter wurde aus gesundheitlichen Gründen bis zum 15. Juli Strafaufschub gewährt. Die Entscheidung der Richter fiel eine Woche nach der Ausreise Asia Bibis nach Kanada und soll von dem Wunsch motiviert gewesen sein, im Land Gleichgewicht und Harmonie wiederherzustellen. 

Nach dem Freispruch Asia Bibis durch den Obersten Gerichtshof in Islamabad am 31. Oktober 2018 war es zu heftigen Straßenprotesten radikaler Islamisten in Pakistan gekommen. Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP) hatte die sofortige Hinrichtung der Christin gefordert. Asia Bibis Anwalt sah sich nach Morddrohungen gezwungen, das Land zu verlassen.

Sorge um Asia Bibis Sicherheit

Wilson Chowdhry, Präsident der Christian Group British Pakistani Christian Association (Bpca), hat die Befürchtung geäußert, es könne zu neuen Bedrohungen Asia Bibis kommen. So hat ein Islamist erst vor wenigen Tagen auf Facebook ein inzwischen gelöschtes Video gepostet, in dem er behauptet, nach Kanada gereist zu sein, wo er Asia Bibi umbringen werde.

Die 51-jährige Christin war vor neun Jahren festgenommen und wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden. Ihr wurde vorgeworfen, sich bei einem Streit mit muslimischen Frauen in ihrem Dorf abfällig über den Propheten Mohammed geäußert zu haben.

(asia news/vatican news – skr)

16 Mai 2019, 13:00