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Andrea Riccardi bei Papst Franziskus Andrea Riccardi bei Papst Franziskus  (Vatican Media)

Italien: Assisi ehrt Sant’Egidio-Gründer

Die Entscheidung fiel einstimmig: Der Stadtrat von Assisi hatte im vergangenen Sommer Andrea Riccardi, den Gründer der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio, die Friedensehrenbürgerwürde verliehen. Wie Kathpress an diesem Freitag meldete, ehrten sie ihn als „Interpreten und treibenden Kräften jenes Friedenstreffens“ von Papst Johannes Paul II. mit Vertretern aller großen Religionen im Jahr 1986.

Riccardi (69) selbst bezeichnete die Entscheidung als Ansporn, „in einer Zeit voller Unsicherheit und Angst seine Arbeit mit neuer Kraft fortzusetzen in einer Welt, die mehr Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft braucht“. Der Geschichtsprofessor traf sich als 18-jähriger Schüler mit einigen Freunden in Rom zu Gebet und sozialem Engagement. 1973 bekam die Initiative in der ehemaligen Klosterkirche Sant’Egidio im Stadtteil Trastevere einen festen Ort. Schon 1981 übertrug Johannes Paul II. der Gemeinschaft die Basilika Santa Maria in Trastevere.

Bekannt wurden sie etwa mit dem Aids-Programme Dream in afrikanischen Ländern, den interreligiösen Friedenstreffen und ihrem Einsatz gegen die Todesstrafe. Die Vermittlung eines Friedensabkommens in Mosambik 1992 gilt als bisher größter diplomatischer Erfolg. Die Stadt Aachen hatte den Italiener Riccardi 2009 für seinen sozialen Einsatz für den Frieden mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Heute zählt die Gemeinschaft Sant‘Egidio weltweit über 60.000 Mitglieder.

(kap – fr)

24 Mai 2019, 15:54