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Südafrika: Präsident ruft Religionen zu mehr politischem Einsatz auf

„Genauso wie die Religionsgemeinschaften in den Tagen unseres Freiheitskampfs an vorderster Front standen, rufen wir euch heute erneut auf, an einer neuen sozialen Bewegung mitzuwirken, die unsere Gesellschaft erneuert“, sagte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa am Mittwoch bei einem Treffen mit Religionsführern.

Vor Vertretern von Christen, Muslimen, Juden sowie anderer Glaubensrichtungen erinnerte er an die „prägende Rolle“ der Religionsgemeinschaften beim Übergang zur Demokratie. Diese hätten schon vor 1994 „den Entrechteten eine Stimme gegeben“, so der Staatschef. Die Religionen müssten ihre wichtige Rolle nun nutzen, um in gesellschaftspolitischen Fragen mitzuwirken, sagte Ramaphosa laut einer Mitteilung des Präsidialbüros.

„Als Regierung haben wir stets geschätzt, wenn Glaubensgemeinschaften uns zurück auf den Weg geführt haben, wenn wir von unserer Mission abkamen“

„Als Regierung haben wir stets geschätzt, wenn Glaubensgemeinschaften uns zurück auf den Weg geführt haben, wenn wir von unserer Mission abkamen.“ Jetzt falle den Religionsvertretern eine „ähnlich wichtige Rolle“ zu, nämlich die Wiederherstellung grundlegender Werte, sagte der Präsident mit Blick auf hohe Kriminalität, Drogenmissbrauch und zerrüttete Familien in Südafrika. Ramaphosas Rede kann Beobachtern zufolge als Annäherung zwischen Regierung und Kirche gedeutet werden. Die Beziehungen hatten unter seinem umstrittenen Vorgänger Jacob Zuma stark gelitten.

Katholische und andere christliche Vertreter hatten Zuma zuletzt offen zum Rücktritt aufgerufen. Dieser wiederum hatte „keine Einmischung“ der Kirchen in die Politik gefordert.

(kna - cs)

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11. April 2019, 12:01