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Vatican News
Gewalt in Nigeria - Mitte April entführte Boko Haram dieses Mädchen Gewalt in Nigeria - Mitte April entführte Boko Haram dieses Mädchen  (AFP or licensors)

Nigeria: Junge Christen bei Osterprozession ermordet

Elf junge Christen, die Teil einer Osterprozession waren, wurden in der Osternacht im Nordosten Nigerias von zwei Polizisten getötet. Die beiden Mitglieder der Sicherheitskräfte wurden von den jungen Überlebenden gelyncht.

An einer Kreuzung in der Nähe der Stadt Gombe trafen die Osterprozession und die Polizisten, die nicht im Dienst waren, aufeinander. Der für die Ordnung des Umzuges Verantwortliche beschrieb der nigerianischen Tageszeitung, dass die Polizisten die Jugendlichen zunächst beschimpft hätten, um den Zug dann zu überholen. Sie hätten dann die Straße mit ihrem Fahrzeug blockiert und seien in die sich nähernde Gruppe der Jugendlichen hineingefahren. Elf junge Menschen starben sofort, etwa dreißig wurden verwundet.

Unfall oder Mord?

Die Überlenden töteten die beiden Polizisten, die nach der Tat zu fliehen versuchten. Die örtliche Polizei behauptet, es sei ein Unfall gewesen, Zeugen berichten, die Tat sei absichtlich begangen worden. Der Präsident der Nigerianischen Christlichen Vereinigung (CAN), Pater Abare Kala, forderte seine Mitgläubigen auf, das Gesetz nicht selbst in die Hand zu nehmen, sondern zu respektieren. Die meisten Christen wurden in den letzten Jahren durch Angriffe von Boko Haram getötet.

(cath.ch – ck)
 

26 April 2019, 12:20