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Liturgie des "Heiligen Feuers" in Jerusalem Liturgie des "Heiligen Feuers" in Jerusalem   (ANSA)

Jerusalem: 300 Gaza-Christen dürfen einreisen

Israel hat die Beschränkungen für die Einreise ins Westjordanland und nach Jerusalem gelockert. Damit können mehr orthodoxe an der Liturgie des „Heiligen Feuers“ am 27. April teilnehmen.

Wie die israelische Tageszeitung „Haaretz" berichtet, gestattet Israel diese Woche 300 Christen aus dem Gazastreifen die Einreise ins Westjordanland und nach Jerusalem – mehr als ursprünglich geplant. Denn zunächst hatte die zuständige Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (COGAT) nur 200 Christen über 55 Jahren die Reise nach Jordanien genehmigt.

Das stieß auf Kritik vonseiten der katholischen Kirche im Heiligen Land, die freien Zugang zu den heiligen Stätten „für alle und ohne Einschränkungen" forderte. Auch die christlich-arabische Knesset-Abgeordnete Aida Touma-Suliman und die israelische Menschenrechtsorganisation „Gischa" kritisierten die Reisebeschränkungen.

1.000 von 1,8 Millionen sind Christen

Rund 1.000 der 1,8 Millionen Bewohner des Gazastreifens sind Christen, die Mehrheit von ihnen orthodox. Die als Höhepunkt der orthodoxen Osterfeiern in Jerusalem geltende, über 1.200 Jahre alte Liturgie des „Heiligen Feuers" fällt dieses Jahr auf den 27. April.

(haaretz – ap)
 

24 April 2019, 10:34