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Britisches Parlament Britisches Parlament  (ANSA)

Brexit: Bischof fordert Abgeordnete auf, einige Prinzipien zu opfern

Keine Lösung in London in Sicht: Die Brexit-Debatte im britischen Parlament geht weiter. Nun schaltet sich ein anglikanischer Bischof ein, der im Parlament sitzt. Bischof Donald Allister von Peterborough sitzt diese Woche im „House of Lords“ – dem Oberhaus, während die Politiker im Abgeordnetenparlament nebenan darüber abstimmen, was als nächstes zu tun sei.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Es wurden mehrere Vorschläge zur Abstimmung gebracht, aber keine fand eine Mehrheit im britischen Parlament. Die Ergebnisse wären auch nicht verbindlich gewesen, hätten aber der Premierministerin Theresa May eine Vorstellung davon geben sollen, was die bevorzugte Wahl der Mehrheit der Abgeordneten sei. Soweit die Debatte am 1. April, bei der weiter über Brexit gesprochen wurde.

Bischof Allister kam auch zu Wort und sagte der Premierministerin, eine neue Denkweise sei notwendig.

„Ich hoffe sehr, dass die Abgeordneten diese Woche zu einem Kompromiss kommen können. Niemand wird alles bekommen, was er will. Es ist einfach nicht möglich, die Abstimmungszahlen bei den bisherigen Abstimmungen im Parlament haben das bewiesen.“

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Stimmfreigabe gefordert

Der Bischof schlägt vor, dass die konservativen Abgeordneten frei wählen sollten, also nicht an Vorgaben „von oben“ gebunden seien. Denn den Kabinettsministern wurde gesagt, sie sollen dagegen stimmen oder sich enthalten.

„Es ist an der Zeit, dass die Menschen einige ihrer Prinzipien opfern, in einem guten britischen Geist des Pragmatismus zusammenkommen und miteinander für das Gemeinwohl arbeiten“, so der anglikanische Bischof Allister.

Zu den angebotenen Alternativen gehören ein Zollabkommen mit der EU, ein zweites Referendum über den Verbleib in der EU sowie eine Stimmrechtsbefugnis für Abgeordnete, um ein Brexit ohne Abkommen zu blockieren.

Allister ist Bischof von Peterborough und seit 2014 als dienstältester Bischof der „Church of England“ als „Geistlicher Lord“ Mitglied des „House of Lords“.

(premier.org.uk)

02 April 2019, 10:29