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Zeremonie zur Seligsprechung der ersten Seligen Paraguays, Maria Felicia de Jesus Guggiari ("Chiquitunga"), 24.6.2018 Zeremonie zur Seligsprechung der ersten Seligen Paraguays, Maria Felicia de Jesus Guggiari ("Chiquitunga"), 24.6.2018  (ANSA)

Paraguay: Bischöfe verurteilen Mord an indigenem Führer

„Es reicht mit der Gewalt und dem Hass! Höre auf, deine Brüder zu töten!“ Nach gewaltsamen Ausschreitungen gegen die Eingeborenen des Landes und dem Mord an dem indigenen Anführer Francisco Lopez veröffentlichte die Bischofskonferenz Paraguays unter diesem Titel ein Schreiben, in dem der Familie und den Freunden des Ermordeten sowie allen paraguayischen Eingeborenen ihre Unterstützung und ihr Gebet zusichern.

Der Staat bekämpfe die den Unruhen zugrunde liegende ungerechte Landverteilung nur sehr unzureichend und die zuständigen Ordnungs- und Sicherheitsbehörden nähmen sich der indigenen Leidtragenden nur sehr mangelhaft an, heißt es in der Stellungnahme der Bischöfe. Das Schreiben endet mit der Forderung an das Landesinstitut für Indigene (INDI), die Bemühungen für den Schutz der Eingeborenen zu verdoppeln und ihren berechtigten Forderungen nachzukommen.


Ungleiche Landverteilung


Die Situation der indigenen Bevölkerung in Paraguay ist kompliziert. Der Staat hatte den Ureinwohnern zwar Land zugeteilt, doch nicht alle wussten damit umzugehen. Während sich Einige zu Besitzern riesiger Flächen aufschwangen, wurden Andere zu Pächtern ihres eigenen Landes. Das staatliche Landesinstitut für Indigene hätte längst eingreifen müssen, doch es ist anscheinend nicht in der Lage, die verwaltungstechnischen und juristischen Besitzprobleme zu lösen.

(fides - ap)
 

01 März 2019, 16:33