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Oppositionsführer Juan Guaidó spricht vor der San Jose Kirche mit Journalisten Oppositionsführer Juan Guaidó spricht vor der San Jose Kirche mit Journalisten  (AFP or licensors)

Venezuela: Weihbischof fordert politischen Wandel

Mit Blick auf die Krise in Venezuela hat der Weihbischof von Caracas und Generalsekretär der venezolanischen Bischofskonferenz, José Trinidad Fernández, einen politischen Wandel gefordert. Dafür müsse man gemeinsam als Kirche einstehen, sagte Trinidad Fernández gegenüber der Nachrichtenagentur Sir.

Nachdem es am Wochenende erneut zu Massenprotesten gekommen war, haben sich Vertreter der venezolanische Kirche bei einer Pressekonferenz  gemeinsam zur politischen Situation im Land geäußert. Der Generalsekretär der venezolanischen Bischofskonferenz betonte gegenüber Sir, wie wichtig die kompakte Stellungnahme der Geistlichen sei: „Die gemeinsame Erklärung ist Ausdruck einer synodalen Kirche, wie sie Papst Franziskus fordert“, so Fernández wörtlich. Gott rufe dazu auf, sich aktuellen Themen anzunehmen. Um faire und transparente Wahlen zu ermöglichen, müsse man für den politischen Wandel einstehen, den das Volk fordere.

Auch der Papst diene dabei als Inspiration.  Er zeige die Notwendigkeit auf, sich für eine Friedenspolitik stark zu machen. Einen Beitrag dazu zu leisten, sei gerade in einer Situation gesellschaftlicher Umbrüche wichtig. Man wolle somit weder willkührliche Festnahmen sehen, noch hinnehmen, dass Kinder im Mühl wühlen.

Seit der Oppositionfüher Juan Guaidó Staatschef Nicolás Maduro die Legitimation abgesprochen und sich selbst zum Übergangspräsidenten erklärt hat, herrschen starke Unruhen in dem südamerikanischen Land. Guaidó wurde derweil von Deutschland und einigen anderen EU-Staaten als Übergangschef anerkannt. Maduro lehnt vorgezogene Präsidentschaftswahlen weiterhin ab. So waren am Wochende erneut zahlreiche Venezolaner gegen Maduro auf die Straße gegangen.

(sir/vatican news – rl)

05 Februar 2019, 11:06