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Am 27. Januar waren bei einem islamistischen Anschlag auf eine Kathedrale in Sulu 21 Menschen getötet worden Am 27. Januar waren bei einem islamistischen Anschlag auf eine Kathedrale in Sulu 21 Menschen getötet worden  (AFP or licensors)

Philippinen: Angelito Lampon übernimmt Erzbistum Cotaba

Nur wenige Tage nach dem Bombenanschlag auf die Kathedrale von Jolo auf den Philippinen hat der bisherige Leiter des dortigen Kirchenbezirks wie geplant sein Amt als neuer Erzbischof von Cotabato auf der Insel Mindanao angetreten. Angelito Rendon Lampon (68) folgt damit auf Kardinal Orlando Beltran Quevedo, der in den Ruhestand tritt.

Angesichts des Anschlags mit 21 Toten verlasse er seinen alten Posten nur „schweren Herzens“, zitierten örtliche Medien Erzbischof Lampon. „Mein Herz blutet für meine Leute. Sie sind meine Familie. Wir waren 21 Jahre zusammen“, sagte der neue Erzbischof von Cotabato. Die Feierlichkeiten zur Amtseinführung Lampons fanden am Mittwoch unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Auch sein neuer Posten ist mit Herausforderungen verbunden: Cotabato City ist die designierte Hauptstadt der künftigen Autonomieregion für Muslime auf Mindanao. In einer Volksabstimmung hatten die Bewohner Mindanaos am 21. Januar mit großer Mehrheit für die gesetzliche Grundlage der Autonomie gestimmt. Mit der neuen Autonomieregion ist die Hoffnung auf ein Ende der jahrzehntelangen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen muslimischen Rebellen und Regierungstruppen verbunden.

In den vergangenen Tagen war die philippinische Inselregion Mindanao von zwei schweren Anschlägen erschüttert worden. Bei dem Bombenattentat auf die Kathedrale von Jolo starben am Sonntag mindestens 21 Menschen. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich; ausgeführt wurde er von Mitgliedern der philippinischen Terrormiliz Abu Sayyaf. Am Mittwoch starben bei einem Anschlag auf eine Moschee in Davao City zwei Menschen, vier weitere wurden verletzt.

(kna –rl)

01 Februar 2019, 11:55