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Rodrigo Duterte bei einer Ansprache Rodrigo Duterte bei einer Ansprache  (ANSA)

Philippinen: Bischof kritisiert Präsident Duterte

„Unchristlich“: So nennt der katholische Bischof Pablo Virgilio David ein neues Gesetzesvorhaben der Regierung von Präsident Rodrigo Duterte. Dabei geht es um eine Herabsetzung der Strafmündigkeit von Heranwachsenden von 15 auf nur noch neun Jahre.

Es stelle sich die Frage, wofür die Kinder bestraft werden sollten, so der Bischof am Samstag auf dem Nachrichtenportal der Philippinischen Bischofskonferenz. „Weil sie in einem Umfeld von Benachteiligung aufwachsen? Weil sie von den Eltern vernachlässigt oder missbraucht werden und auf der Straße um ihr Überleben kämpfen müssen?“

Statt einer Senkung des Strafmündigkeitsalters sollten härtere Strafen für diejenigen eingeführt werden, die Kinder ausbeuteten, um Verbrechen zu begehen, forderte der Bischof von Kalookan.

Umstrittener Krieg gegen Drogen

Das Gesetz könnte in den nächsten Monaten vom Kongress in Manila verabschiedet werden. Für Duterte ist die Herabsetzung der Strafmündigkeit bei Heranwachsenden seit langem eine Kernforderung in seinem umstrittenen „Krieg gegen Drogen“, weil Drogenhändler oft strafunmündige Kinder als Kuriere und Dealer nutzen. Bischof David gilt unter den katholischen Bischöfen des Inselstaates als einer der entschiedensten Kritiker des Präsidenten.

(kna – ck)

 

20 Januar 2019, 12:50