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Louis Raphael Sako, Patriarch von Babylon und Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, freut sich auf den neuen Bischof von Mosul Louis Raphael Sako, Patriarch von Babylon und Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, freut sich auf den neuen Bischof von Mosul  (AFP or licensors)

Irak: Freude über neue Bischöfe

Am 18. Januar wird Kardinal Louis Raphael Sako die Bischofsweihe des neuen Erzbischofs von Mossul, Najib Mikhael Moussa, sowie von Robert Jarjis, dem neuen Weihbischof von Baghdad, vornehmen. Dies meldet die Nachrichtenagentur AsiaNews.

Am vergangenen 22. Dezember hatte Papst Franziskus die Wahl der beiden chaldäischen Kirchenführer bestätigt. Die nun bevorstehende Ordination der neuen Bischöfe hatte unter den Christen und Muslimen große Freude und Hoffnung ausgelöst. Dies sei „ein Festtag für das ganze Land“ und zeuge von der „Vitalität und Lebendigkeit der christlichen Gemeinschaft“, so Louis Raphael Sako, Patriarch von Babylon und Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, gegenüber AsiaNews. Die Nachricht sei für die gesamte lokale Gemeinschaft „ein Zeichen der Hoffnung“, denn auch die Muslime würden sich über die neuen christlichen Autoritäten freuen.

Für den im Jahr 1955 in Mossul geborene Najib werde es sicherlich keine leichte Aufgabe werden, denn eine „große Verantwortungen“ laste auf ihm. Dennoch zeigte sich Sako überzeugt von den Fähigkeiten des neuen Bischofes: Najib kenne die Stadt nicht nur gut, sondern sei auch unter den Muslimen gut vernetzt.

Hilfe für Flüchtlinge in Mossul

Während der Besatzungsjahre durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich Najib um Vertriebene aus Mossul gekümmert. Als ausgebildeter Archivar war es ihm zudem gelungen, Teile des kulturellen christlichen und nicht-christlichen Erbes der Stadt vor einer Zerstörung durch die Islamisten zu bewahren.

Gegenüber AsiaNews hatte Sako den neuen Bischof dazu aufgerufen, die „Versöhnung“ und die Wiederherstellung des „Vertrauens zwischen den Menschen“ ins Zentrum seines Handelns zu stellen. Zudem solle er den Christen dabei helfen, wieder in Mossul Fuß zu fassen. Dazu müssten auch die Kirchen und christlichen Gebetsstätten wiederaufgebaut werden, denn sie seien „ein Teil des Lebens und der Geschichte der Stadt“.

Gemeinsam mit dem neuen Erzbischof von Mossul wird auch der neue Weihbischof von Bagdad geweiht. Erst seit wenigen Monaten war der ausgebildete Veterinär als Pfarrer der Josefs-Kathedrale der Stadt tätig. „Die allgemeine Situation im Irak verbessert sich“, zeigte sich Kardinal Sako hoffnungsvoll, „und diese Ernennungen bestätigen das“. 

(asianews – rl)

17 Januar 2019, 12:55