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Arbeiterinnen in Dhaka Arbeiterinnen in Dhaka  (ANSA)

Bangladesch: Fünf mutige katholische Frauen im Slum

Sie versuchen, mitten unter den Muslimen eines Armenviertels die Werte des Evangeliums zu leben. Sie unterrichten christliche Kinder und beten für Kranke – jetzt lenkt ein Bericht der Nachrichtenagentur asianews etwas Aufmerksamkeit auf die Frauen vom Säkularinstitut „Believers In Christ Community“ in der Hauptstadt Dhaka.

Die Gemeinschaft katholischer Frauen ist von dem Jesuitenmissionar Frank Quinlivan gegründet worden; sie sind keine Ordensfrauen, sondern geweihte Jungfrauen (Ordo virginum), was es ihnen erlaubt, in ihrem normalen Lebensumfeld zu bleiben. Das Erzbistum Dhaka hat ihnen kürzlich ein Haus zugewiesen, in denen die fünf Frauen nun leben; zuvor wohnten sie zur Miete.

„Auch die Ordensschwestern schätzen unsere Arbeit“, erklären die Frauen gegenüber asianews. „Wir leben die christlichen Werte, jeden Tag erneuern wir unsere Gelübde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams.“

“ Wir können hingehen, wohin wir wollen ”

Die 76-jährige Sobita Gomes ist die Koordinatorin der Gruppe; sie leitet außerdem eine Schule für arme Kinder in einem Slum von Dhaka. „Durch unsere Art zu leben erreichen wir viel mehr Menschen; wir können hingehen, wohin wir wollen, wir haben keinen Dresscode, wir können uns durch unsere Berufe unser eigenes Geld verdienen. Wie Ordensschwestern leben wir für Christus.“

Bisher geben die fünf Frauen nur den Schülern von christlichen Schulen Katechismus-Unterricht; künftig wollen sie das auf christliche Schüler ausweiten, die muslimische Schulen besuchen. „Darum haben uns die Eltern gebeten. Diese Schüler bekommen dort keine angemessene religiöse Ausbildung.“

(asianews – sk)
 

15 Januar 2019, 14:19