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Zentralafrikanische Republik: Erneut Flüchtlingslager angegriffen

Bewaffnete Extremisten in Zentralafrika haben erneut Flüchtlinge zur Zielscheibe ihrer Angriffe gemacht. Am Dienstag hatten Kämpfer der UPC („Unité pour la Paix en Centrafrique") ein Lager im Südosten der Republik angegriffen, über Opferzahlen liegen noch keine gesicherten Angaben vor. Das Camp wird von der Ortskirche der Stadt Ippy betrieben.

Nach Angaben der Agentur Fides fand der Angriff um 10 Uhr morgens in der Stadt Ippy statt. Männer, Frauen und Kinder hatten sich um die Kirche St. Xavier versammelt, um Schutz zu suchen. Als die Extremisten angriffen, hätten sich die meisten in Büschen versteckt. „Die UPC-Rebellen haben angefangen zu schießen und die Menschen sind in alle Richtungen gerannt“, sagte ein Augenzeuge. „Die UNO-Friedenstruppen sind anwesend, tun aber nichts, um die Angreifer an ihren Taten zu hindern“, so der Mann weiter. Auch der Präsident des Friedenskomitees der Stadt Ippy, der Priester Roger Stanislas Djamawa, übte Kritik. Er sagte, die Zentralafrikaner seien ihrer Notlage überlassen.

Derzeit ist die Zahl der Opfer noch nicht bekannt. Laut lokalen Quellen wurden drei Menschen, darunter zwei Kinder, schwer verletzt.

Bereits am 15. November gab es ein Massaker in der zentralafrikanischen Stadt Alindao. Damals starben 60 Menschen, darunter zwei Priester. Auch für diesen Angriff war die „Unité pour la Paix en Centrafrique“ (zu Deutsch „Einheit für den Frieden in Zentralafrika“) verantwortlich.

(fides - hs)

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06. Dezember 2018, 14:26