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Demonstration in Südkorea Demonstration in Südkorea  (AFP or licensors)

Südkorea: Bischöfe fordern Abschaffung der Todesstrafe

Die südkoreanischen Bischöfe fordern die Abschaffung der Todesstrafe. Sie stehe im Widerspruch zu den Evangelien und zur Menschenwürde.

In der Vorbereitung auf Weihnachten hat die katholische Kirche in Südkorea eine Kampagne für die Abschaffung der Todesstrafe gestartet. Die bischöfliche Kommission für Gerechtigkeit und Frieden hat anlässlich der Adventszeit bei allen Gläubigen und Bürgern an den guten Willen appelliert und bat darum, die Petition zu unterzeichnen.  Die Aktion soll bis zum 31. Dezember gehen und anschließend an die Nationalversammlung weitergeleitet werden. Für die koreanische katholische Kirche ist es das vierte Mal, dass sie aktiv an einer Unterschriftenaktion teilnimmt, um eine Strafe abzuschaffen, die sie als unmenschlich und im Widerspruch zum Evangelium stehend ansieht.

Prominente Unterstützung

Unter den ersten Unterzeichnern der Petition ist laut Medienberichten unter anderem der Erzbischof von Seoul, Andrew Yeom Soo-jung, sowie der Präsident der Koreanischen Bischofskonferenz, der Erzbischof von Gwangju, Hyginus Kim Hee-joong. Auch viele weitere katholische Führer des Landes haben bereits unterschrieben. Das Schreiben zur Petition wird derzeit in allen Bistümern und Pfarreien des Landes gelesen und verteilt. Die Gläubigen seien eingeladen, das Dokument am Ende der Sonntagsmesse zu unterschreiben.  

Es ist nicht das erste Mal, dass in Korea versucht wird, die Todesstrafe aus dem Gesetz zu entfernen. In den letzten Jahren wurden dem Parlament in Seoul sieben Initiativen mit dem gleichen Anliegen vorgelegt. Die Todesstrafe, die das letzte mal 1997 verhängt wurde, ist im koreanischen Gesetz immer noch verankert.

(vatican news - hs)

19 Dezember 2018, 11:35