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Vatican News
Mann schwingt die Flagge der Europäischen Union Mann schwingt die Flagge der Europäischen Union  (AFP or licensors)

Italien: Bischöfe kritisieren EU

Die italienischen Bischöfe haben der Europäischen Union eine Fixierung auf Finanzen vorgeworfen. Die EU-Mitgliedsstaaten müssten die „Egoismen und nationalen Groll“ überwinden.

„Die EU kann sich nicht nur auf Parameter und Bilanzen reduzieren", sagte Kardinal Gualtiero Bassetti, der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz. Er rief dazu auf, „Egoismen und nationalen Groll“ zu überwinden. Bassetti forderte auch, dass Europa soziale Brüderlichkeit stärken und eine Gemeinschaft der Völker in Frieden sein müsse. Wer Europa verneine, verneine auch die christlichen Wurzeln.

Der Kardinal rief in diesem Zusammenhang zur Aufnahme von Flüchtlingen auf. Einen Flüchtling aufzunehmen, bedeute ein Leben zu retten. Bezüglich der Ersthilfe von Migranten aus Seenot dürfe es „keine Hindernisse geben, auch nicht gesetzlicher Art", so Bassetti.

Rom streitet mit Brüssel

Derzeit streitet Rom mit Brüssel um die Höhe der Staatsverschuldung. Neben dem Haushaltsplan sorgen auch Meinungsverschiedenheiten in der Migrationspolitik für Diskussionen zwischen Italien und Brüssel. Die italienische Regierung verschärfte in jüngerer Vergangenheit ihren Kurs mit dem Ziel, weniger Migranten und Flüchtlinge aufzunehmen.

(kap - hs)

10 Dezember 2018, 11:29