Cerca

Vatican News
Venice high water Venedig  (ANSA)

Italien: Freisinger Lukasbild bei Ausstellung in Venedig

Das sogenannte Freisinger Lukasbild reist zu einer Ausstellung nach Venedig. Es wird dort in der Biblioteca Nazionale Marciana am Markusplatz zu sehen sein.

Das Bild ist ab dem 26. November, in einer Ausstellung in der Biblioteca Nazionale Marciana am Markusplatz in Venedig zu sehen. Die Schau des Diözesanmuseums Freising in Kooperation mit der italienischen Nationalbibliothek zeigt darüber hinaus Objekte, die mit der Geschichte der byzantinischen Marienikone in Verbindung stehen. Zur Eröffnung feiert Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, am Sonntag, 25. November, um 10.30 Uhr einen Gottesdienst in der Basilica di San Marco.

Das Lukasbild, eine Darstellung der fürbittenden Muttergottes, verweist auf die schwierige Situation des Byzantinischen Reiches im Kampf gegen die osmanische Expansion um 1400. Der byzantinische Kaiser Manuel II. überreichte die Ikone, der er den Titel „Hoffnung der Hoffnungslosen“ gegeben hatte, als Geschenk an den damaligen Mailänder Herzog.Im Gegenzug erbat er Unterstützung im Kampf gegen die Osmanen. Über Umwege gelangte es schließlich in den Besitz des damaligen Bischofs von Freising, und somit an den Freisinger Mariendom, wo es sich Jahrhunderte lang in der Schatzkammer befand. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Marienbild in einem mit Emailarbeiten verzierten Silberbeschlag gerahmt und im Elisabethaltar des Doms neu inszeniert. Seit 1974 wird es im Diözesanmuseum aufbewahrt. Der Legende nach soll der Evangelist Lukas die Ikone gemalt haben.

Die Ausstellung „Die letzten Tage von Byzanz. Das Freisinger Lukasbild in Venedig“ widmet sich den Jahrzehnten vor der endgültigen Eroberung von Byzanz im Jahr 1453, der Reise Kaiser Manuels in den Westen und den von ihm mitgeführten Geschenken. Weitere Schwerpunkte sind die Bedeutung von Ikonen für die orthodoxen Christen, der Kulturtransfer zwischen Byzanz und Venedig sowie byzantinische Reliquiare. Unter den ausgestellten Handschriften, Gemälden, Ikonen und Reliquiaren sind auch Objekte aus dem Pariser Louvre und den Uffizien in Florenz.

(kna - hs)

14 November 2018, 15:23