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Minenfeld beim Fluss Jordan Minenfeld beim Fluss Jordan  (ANSA)

Heiligland: Minenräumung des Klosters der Taufe Jesu

Das Kloster bei der Taufstelle von Jesus – es liegt am Rande eines großen Minenfelds - soll nun geräumt und gesichert werden. Das kündigte der Kustos des Heiligen Landes, Pater Francesco Patton, an.

„Einen Ort zu entminen ist immer eine gute Sache, denn es bedeutet, ein Kriegsfeld in ein Friedensfeld zu verwandeln.“ Mit diesen Worten begrüßte der Kustos des Heiligen Landes, Pater Patton, die Minenräumung des Gebietes um das Franziskanerkloster am Ort der Taufe Jesu am Fluss Jordan. Der Beschluss der Entminung wurde nach einer Inspektion am Mittwoch auf Einladung des Vereins „Halo Trust“ gefasst, der seit 2011 daran arbeitet, das Gebiet zu sichern.

„Dies ist ein Ort, der mit dem Ereignis der Taufe Jesu verbunden ist“, so der Kustos weiter.-„Also hoffen wir, dass wir mit der Minenräumung in der Lage sein werden, sie wiederherzustellen, um die Pilgerfahrt zu diesem Ort zu fördern, und vielleicht wird es eines Tages auch möglich sein, von hier an das jordanische Ufer zu gehen.“

Laut Pater Sergej Loktionow, Leiter des Technischen Büros, „wird das die Ausführung der Minenräumung von einem Team aus Experten sowie Ingenieuren und Architekten bestehen. Die Prognose des „Halo Trust „geht davon aus, dass in Kürze 30.000 Quadratmeter Land von Minen geräumt werden.

Das Gebiet um die Taufstelle Jesu, das seit 1641 von Pilgern besucht wird, wurde 1932 von der Kustodie erworben. 1956 wurde eine kleine Kirche gebaut und den „Brüdern von Jericho“ anvertraut. Aufgrund des Krieges zwischen Israel und Jordanien von 1967, der das Gebiet umfasst, waren die Mönche gezwungen, aus dem Kloster zu fliehen. Das Kloster wurde umgeben von einem 55 Hektar großen Minenfeld. Im Jahr 2000 wurde anlässlich des Besuchs von Papst Johannes Paul II. im Heiligen Land einen sicheren Zugang eröffnet.

(vatican news - mg)

01 November 2018, 13:19