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Eine Versammlung der Bischöfe Ghanas Eine Versammlung der Bischöfe Ghanas  

Ghana: Bischöfe beraten zu Auswanderung

Die Vollversammlung der ghanaischen Bischofskonferenz hat in Techiman in der Region Brong Ahafo getagt. In ihrer Erklärung nehmen die Bischöfe auch zum Thema illegale Auswanderung Stellung.

2017 kehrten über 4.000 Ghanaer aus Libyen zurück. Laut Regierungsstatistiken stammten von den mehr als 4.000 Rückkehrern 1.562 aus der Region Brong Ahafo, die im zentralen Teil des Landes liegt. Brong Ahafo ist mit circa 2,6 Millionen Einwohnern die drittgrößte Region in Bezug auf die Einwohnerzahl.   

“ Erschüttert über den schrecklichen Verlust so vieler Menschen, die in der Wüste oder im Mittelmeer ihr Leben gelassen haben ”

„Unsere Treffen in Techiman haben es uns ermöglicht, die Besorgnis der lokalen politischen Autoritäten, des Ortsbischofs und anderer über das Ausmaß illegaler Auswanderung zu hören, die vor allem Techiman, Nkoranza, ja die gesamte Region Brong Ahafo betrifft", schrieben die Bischöfe. Man zeige sich erschüttert über den schrecklichen Verlust so vieler Menschen, die in der Wüste oder im Mittelmeer ihr Leben gelassen haben. Außerdem teilten die Bischöfe die Angst der Familien, die den Kontakt zu ihren Lieben verloren haben und „beten, dass sie sicher und gesund zurückkehren“.

Die Auswanderung eindämmen

Die ghanaische Bischofskonferenz bekräftigte zudem ihr Engagement, „zur Verringerung des hohen Migrationsflusses in dieser Region unseres Landes beizutragen", und forderte die Caritas Ghana auf, „den Aktivitäten zur Bewältigung dieser Bedrohung in der Region Brong Ahafo und im ganzen Land Priorität einzuräumen".

Zudem setze sich die Kirche für den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit ein und äußerte sich zur Umweltfrage. Ghana ist eines der größten Sammelbecken für Elektroschrott weltweit. Mehrere Gebiete seien durch Schwermetalle verschmutzt, die in elektronischen Geräten enthalten sind. Die Bischöfe beklagten „das Entstehen von Müll und Plastikabfällen, Elektronikschrott und anderer Materialien, die unsere Entwässerungskanäle, Straßen und öffentlichen Plätze ersticken". Hinzu komme die fortschreitende Wüstenbildung durch Waldbrände. „Diese Situation verschlimmert die Armut der ländlichen Bevölkerung und entzieht ihr die Lebensgrundlage", beklagten die Bischöfe.

(fides - hs)

22 November 2018, 16:03