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In der Altstadt von Jerusalem In der Altstadt von Jerusalem 

Israel: Katholischer Friedhof in Beit Jamal erneut entweiht

Erneut ist ein katholischer Friedhof im Heiligen Land entweiht worden. Unbekannte zerstörten 28 Gräber des Friedhofs, der zum Salesianerkloster Beit Dschamal 30 km westlich von Jerusalem gehört.

Die katholischen Bischöfe verurteilten den Vandalenakt. In einer Mitteilung warfen sie den staatlichen Behörden mangelnden Einsatz gegen das „gefährliche Phänomen" des Vandalismus vor. In den vergangenen Jahren sei es wiederholt zu ähnlichen „kriminellen Handlungen" gegen kirchliche Einrichtungen gekommen.

Das Salesianerkloster ist schon seit einiger Zeit Ziel von Einschüchterungsaktionen – so wurden 2013 eine Brandbombe gegen eine Tür des Klosters geworfen sowie blasphemische Slogans an die Wände des Komplexes geschmiert. Das Friedhofsgelände wurde im Dezember 2015 erstmals entweiht, als unbekannte Angreifer die Kreuze der Gräber abrissen und Statuen zerstörten.

Gadi Gvaryahu, Exekutivdirektor von Tag Mehir - einer israelischen NGO, die Kampagnen zur Unterstützung von Opfern sektiererischer Verbrechen in Israel organisiert - besuchte das Kloster am Mittwoch und brachte seine Solidarität mit den Ordensleuten zum Ausdruck. Die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland müsse genauso vor Angriffen geschützt werden wie israelische Bürger, betonte Gvaryahu gegenüber israelischen Medien.

Immer wieder Zerstörungen 

Palästinensische Quellen und israelische Menschenrechtsgruppen wie B'Tselem und Yesh Din berichteten, dass in den letzten zwei Monaten unter anderem Hunderte von Olivenbäumen in fünf verschiedenen Dörfern des Westjordanlandes zerstört worden seien. Die israelische Polizei ermittelt.

(fides/vatican news – ck)

 

18 Oktober 2018, 11:59