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Kardinal Sako im vatikanischen Pressesaal Kardinal Sako im vatikanischen Pressesaal  (Stefano Guidoni)

Irak: Patriarch Sako lobt Ungarn für Rückkehrer-Hilfe

Der irakische Kardinal Louis Raphael Sako hat am Rand der Bischofssynode in Rom das Ausbleiben von versprochener US-Hilfe für die Christen im Nahen Osten beklagt. Die Vereinigten Staaten hätten Hilfe versprochen, bisher aber noch nichts getan, sagte der Patriarch der chaldäischen Kirche vor Journalisten am Dienstag in Rom.

„Es ist nötig, die geflohenen Christen bei ihrer Rückkehr zu unterstützen“, so Sako. Als Land, das dies verstanden habe, würdigte der Patriarch Ungarn. „Ungarn hat diesen Christen im Irak und Syrien fünf Millionen Euro gegeben, um Häuser, Schulen und Kirchen zu bauen.“ Das sei der richtige Weg, betonte der Kardinal. „Wir Christen des Orients verlieren, wenn wir weggehen, unsere Identität, unsere Tradition, unser reiches Erbe.“

An der Synode lobte der irakische Patriarch die neue Atmosphäre. Für ihn sei es bereits die vierte Bischofssynode in Rom, „aber sie ist anders in der Art, die Herausforderungen der Jugendlichen zu analysieren.“ Die Kirche müsse jedenfalls eine neue Sprache finden, die von jungen Menschen besser verstanden werde. „Wir sind als Kirche an eine überlieferte Sprache gewohnt, aber die kommt nicht mehr an“, so der Kardinal. Gewissermaßen gehe die Kirche ihrer eigenen Sprache voran: „Die Kirche ist aus ihrem Palast herausgekommen, sie ist nah und solidarisch mit der Welt, vor allem mit den Jugendlichen. Deshalb muss sie eine andere Sprache finden.“

Hier zum Hören:

(vatican news – gs)

17 Oktober 2018, 16:35