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Indonesien: Katholiken gegen Korruption

Die Katholiken in dem mehrheitlich muslimisch geprägten Land wollen mithelfen, die Korruption zu bekämpfen. Katholische Stiftungen und die Bischofskonferenz haben deshalb eine Initiative ins Leben gerufen.

Ausgangspunkt ist die Einrichtung einer staatlichen Korruptionsbekämpfungs-Institution, die Präsident Joko Widodo gegründet hat. Das Land leide an der Korruption, und zwar sowohl wirtschaftlich als auch sozial, so die Regierung Indonesiens. Auch die Religionsgemeinschaften beteiligen sich an der Initiative. Die katholische Kirche hat die Initiative „Ehem-Bewegung“ gegründet, die sich um Ausbildung und Bewusstseinsbildung kümmert. Es gehe darum, wie die Nachrichtenagentur Fides schreibt, „den Geist der moralischen Integrität“ zu bewahren.

Dazu finden Seminare und Kurse statt, an der auch prominente Persönlichkeiten in vielen Diözesen und Religionsgemeinschaften in ganz Indonesien teilnehmen. An dieser Initiative der katholischen Kirche beteiligen sich Fachleute aus Universitäten und aus der Zivilgesellschaft sowie Unternehmen.

Ignatianische Spiritualität als Korruptionsbekämpfungsmethode

Eines der Seminare schlug die ignatianische Spiritualität als „Methode“ zur Beobachtung von Korruptionsfällen und als Grundlage für den Aufbau eines persönlichen Engagements für Transparenz und moralische Integrität vor. In einem Interview mit Fides erläuterte der Rektor des „Hermanum College“, Pater Sudiarjo, dass „es notwendig ist, das Phänomen der Korruption mit breiten Perspektiven zu untersuchen und dass der ignatianische pädagogische Ansatz, d.h. der Prozess der Erlebnisanalyse - Reflektion - Aktion, angewendet werden kann, um einen psychologischen Mechanismus auszulösen, der keine Form von korruptem Verhalten toleriert“.

(fides - mg)

25 Oktober 2018, 10:11