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Flüchtlinge auf der Brücke zwischen Guatemala und Mexiko Flüchtlinge auf der Brücke zwischen Guatemala und Mexiko  (AFP or licensors)

Honduras: Bischofskonferenz nimmt Staat in die Pflicht

Angesichts der sich durch Guatemala und Mexiko wälzenden Flüchtlingswelle Tausender Honduraner fordert die Bischofskonferenz des zentralamerikanischen Landes die Regierung auf, gegen Armut, Ungleichheit und fehlende Chancen zu kämpfen.

Es sei an der Zeit, dass die Regierung, der Finanzsektor, die Wirtschaft, die Arbeitnehmer, die Bauern und die Gesellschaft im Allgemeinen die Aufgabe übernähmen, einen neuen Sozialpakt zu schließen, der sich intensiv und endgültig mit der Lösung des „honduranischen Sozialdramas“ befasse, betonen die Bischöfe der honduranischen Bischofskonferenz in einer öffentlichen Stellungnahme.

Es sei eine „himmelschreiende Realität“, dass so viele ihr eigenes Land verließen, um bessere Lebenschancen für sich und ihre Familien zu suchen - bewegt von der Hoffnung auf den „amerikanischen Traum“, so die Bischöfe.

Humanitäre Krise ist nicht neu

Die Pflicht des honduranischen Staates sei es jedoch, seinen Bürgern die Mittel zur Verfügung zu stellen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken, wie z.B.: menschenwürdige, stabile und gut bezahlte Arbeit, Gesundheit, Bildung und Wohnen. Die humanitäre Krise in Honduras sei nicht neu, erklären die Bischöfe. Seit Jahren seien viele Einzelpersonen ausgewandert, die Gesellschaft sei jedoch taub gewesen und habe es vorgezogen „sich über die Überweisungen“ aus dem Ausland zu freuen.

Einen Dank richten die Bischöfe zudem an die Bevölkerung von Guatemala und Mexiko sowie deren Bischofskonferenzen, die den Flüchtlingen zur Seite stünden und die Bevölkerung gebeten hatten, ihre Türen zu öffnen.

Der Flüchtlingsstrom aus Honduras ist mittlerweile auf mehrere Tausend Menschen angeschwollen.

(vatican news – ck)

21 Oktober 2018, 14:32