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Wir sind Romero: Freude in El Salvador über die Heiligsprechung des ermordeten Erzbischofs Wir sind Romero: Freude in El Salvador über die Heiligsprechung des ermordeten Erzbischofs  (ANSA)

El Salvador: „Wir haben Romero diffamiert“

Eine historische Geste: San Salvadors Erzbischof Jose Luis Escobar Alas hat um Vergebung für die Ablehnung seines ermordeten Vorgängers Oscar Romero (1917-1980) durch Teile des Klerus gebeten.

„Ich bitte um Vergebung für jenen Teil der Kirche, der Romero schlecht behandelt und diffamiert hat, einschließlich seiner Mitbischöfe.“ Das sagte Escobar am Sonntag in San Salvador anlässlich eines Dankgottesdienstes für Romeros Heiligsprechung.

Der frühere Erzbischof war wegen seines sozialen Engagements am 24. März 1980 am Altar erschossen worden. Die folgenden Regierungen, aber auch führende kirchliche Kreise hatten sich von Romero ungeachtet seiner Verehrung im Volk mehr oder weniger stark distanziert. Auch im Vatikan war die Bewertung seines gewaltsamen Todes als Martyrium lange strittig. Papst Franziskus sprach ihn 2015 selig und vor zwei Wochen in Rom heilig.

Franziskus: Romero wurde diffamiert, verleumdet

Franziskus hatte in der Vergangenheit erklärt, Romero habe sein Martyrium nicht nur einmal erlitten. Er sei bis zu seinem Tod verfolgt worden, aber auch danach. Romero sei „diffamiert, verleumdet, mit Schmutz beworfen“ worden, „sogar von manchen seiner Mitbrüder im Priester- und Bischofsamt“. Das sagte der erste Papst aus Lateinamerika 2015 zu Pilgern aus San Salvador im Vatikan.

Erzbischof Escobar leitet die Kirche von San Salvador seit 2009. Sein unmittelbarer Vorgänger Fernando Saenz Lacalle, Mitglied des Opus Dei, stand der Verehrung Romeros zurückhaltend gegenüber.

(kna – sk)
 

29 Oktober 2018, 09:14