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OAS-Generalsekretär Luis Almagro lässt sich an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien von Bischof Victor Manuel Ochoa die humanitäre Notlage erläutern OAS-Generalsekretär Luis Almagro lässt sich an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien von Bischof Victor Manuel Ochoa die humanitäre Notlage erläutern  (AFP or licensors)

Venezuela: OAS-Generalsekretär schließt militärisches Eingreifen nicht aus

Der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro, hält eine militärische Intervention in Venezuela für möglich. Grund dafür sei die angespannte wirtschaftliche und humanitäre Situation im Land.

Julia Rosner - Vatikanstadt

„Zum Schutz der am stärksten gefährdeten Menschen der Welt sollten wir ein militärisches Eingreifen nicht mehr ausschließen.“ Das sagte der OAS-Generalsekretär während einer Pressekonferenz in der kolumbianischen Stadt Cucuta. „Um Nicolás Maduro zu stürzen, sollte keine Option ausgeschlossen werden“, auch wenn diplomatischen Lösungen der Vorzug eingeräumt werden sollte, erklärte er weiter. Während der Pressekonferenz beschuldigte Almagro die Regierung von Caracas, Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben.

Politischen Willen erzwingen

 

Die venezolanische Regierung benutze „Elend, Hunger und Medikamentenmangel, um dem Volk ihren politischen Willen aufzuzwingen“. Mit Tränen in den Augen hätten die venezolanischen Bürger ihn daher um eine Lösung zur Beendigung der Migrationskrise gebeten, die die Regierung von Maduro veranlasst habe, erklärte Almagro weiter.

Bei seinem Besuch in Cucuta wurde Almagro von José Miguel Vivanco, dem Regionaldirektor von Human Rights Watch, und dem kolumbianischen Außenminister Carlos Holmes Trujillo begleitet. Ziel des Besuchs sei gewesen, die Situation in den Ländern, die venezolanische Migranten aufnehmen, zu bewerten und anschließend einen Bericht zu erstellen. Dieser solle Kooperationsmechanismen enthalten, die in den betroffenen Gebieten angewendet werden können.

„Es ist notwendig, die Anstrengungen zu verdoppeln, um eine koordinierte Antwort auf den venezolanischen Exodus zu geben, der beispiellos ist“, sagte Regionaldirektor Vivanco.

Währenddessen kündigte der kolumbianische Außenminister Carlos Holmes Trujillo an, die OAS um Erstellung eines Fonds zur Bereitstellung von Ressourcen zu bitten. Dieser solle das Land bei der Bewältigung der Migration von Venezuelanern unterstützen. „Wir werden bei der OAS die Dringlichkeit eines humanitären Fonds zur Stärkung der Haushaltskapazität Kolumbiens zur Bewältigung der Migrationskrise ansprechen“, erklärte Trujillo.

Freie Wahlen zum Ziel

 

Außerdem wies der Außenminister auf die Notwendigkeit hin, durch die Vereinten Nationen (UNO) einen Beamten der höchsten Ebene zu benennen, dessen Aufgabe es sein solle, in Kolumbien multilaterale Maßnahmen zur Bewältigung der Krise zu koordinieren.

Was die politischen Aktionen betreffe, so wolle Kolumbien weiter daran arbeiten, Bedingungen zu schaffen, die es Venezuela ermöglichen, „besser früher als später die Regierung frei zu wählen, die es haben möchte“, sagte er.

(adnkronos/efe)

15 September 2018, 13:14